1941-3

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HIMMLER   HITLER   DEPORTATIONEN   ENDLÖSUNG DER JUDENFRAGE
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SEPTEMBER – DEZEMBER

„Vor dem Reichstag habe ich dem Judentum prophezeit, der Jude werde aus Europa verschwinden, wenn der Krieg nicht vermieden bleibt. Diese Verbrecherrasse hat die 2 Millionen Toten des Weltkriegs auf dem Gewissen, jetzt wieder Hunderttausende. Sage mir keiner, wir können sie doch nicht in den Morast schicken !Wer kümmert sich denn um unsere Menschen ? Es ist gut,wenn uns der Schrecken vorangeht daß wir das Judentum ausrotten .“

Hitler zu Himmler und Heydrich am 25 Oktober 41

Plakat Zentralverlag NSDAP

Zur Erinnerung an Hitlers Prophezeiung verbreitete der Zentraverlag der NSDAP  im September 1941 diese Plakate – Kein Zweifel soll an Hitlers Willen enstehen.

BEGINN DER „ENDLÖSUNG“

Die nationalsozialistische Diktatur steht hier im letzten Drittel des Jahres 41 an einer großen Wende bezüglich seiner Judenpolitik. Dies ist auf mehrere Gründe zurückzuführen Hitler steckt außenpolitisch noch immer in einer schwierigen Situation gegenüber der größten Westmacht USA. Er weiß dass ein Konflikt mit dem Giganten im Westen unabänderlich ist jedoch zu diesem Zeitpunkt für das Reich eine katastrophale Konsequenz darstellen würde. Der Ostfeldzug den man eigentlich schon abgeschlossen haben wollte um die notwendigen kriegswirtschaftlichen Rohstoffe in ein Wettrüsten mit den USA zu nutzen verlängert sich. Das neue Datum das festgelegt wird um den Feldzug zu beenden, wird auf Mitte Oktober 41 anberaumt. Hitler wehrte sich lange Zeit gegen all zu radikale Schritte gegen die Geisel „Jude“ um den Riesen der Westmächte diese „verjudete Sippschaft“ USA nicht vorzeitig in einen Krieg hinein zu ziehen, ohne ausreichend dafür gerüstet zu sein. Im Osten, Polen, Baltikum und Sowjetunion forderte die „Volkstumspolitik“ die ersten radikalen Methoden gegenüber dem Judentum. Es ist eine Säuberungswelle die vorerst nichts mit einem generellen Plan einer „Judenvernichtung“ zu tun hatte. In ihr erwuchsen jedoch jene Methoden die nun einem generellen Plan zur Vernichtung vorallem der wirtschaftlich „untauglichsten“ dienen soll. Neben ideologischen Grundsätzen ist es vorallem ein wirtschaftlicher Aspekt kriegswirtschaftlicher Überlegungen die hier zu Beginn des Genozids stehen. Seit der Atlantikcharta weiss Hitler um die gemeinsamen Ziele der USA und England. Nach wochenlangen Hasstiraden, ist er nun auch bereit die ersten radikalen politischen und rechtlichen Schritte einzuleiten vorallem gegen die Juden im Reichsgebiet und im Westen. Doch wie man aus seinen Reden erfährt schwebt ihm noch immer eine „Lösung“ der Judenfrage vor die nach einem Sieg im Osten und einer vermeintlichen Reaktion der USA gegen das Reich vollzogen wird, um im Falle eines Krieges, den Amerikanern auch militärisch etwas entgegensetzen zu können. Auch bietet der große Raumgewinn den sich die Nazis in Russland erhofften die Möglichkeit einer Ansiedlung oder einer Konzentartion der Juden, außerhalb deutschen Siedlungsraumes. Der Plan NORDRUSSLAND wo die Juden dann unter einem anderen Klima in die Mache genommen würden könnte in diesem Sinn begriffen werden. Mit der militärischen Ausweglosigkeit im Osten und dem Scheitern des Planes nach dem Griff der Rohstoffe und Industrien Ende 1941, also des Scheiterns des „Blitzkrieges“ und dem Eintritt der USA in den Krieg ist diese weltpolitische Taktik von keinem Nutzen mehr der eigentliche Weltkrieg wurde Realität-. Die schwerwiegenden wirtschaftlichen und „kriegerischen“ Konsequenzen für das Reich fordern in den Augen der Nazis nun radikalste Methoden. Vernichtung aller wirtschaftlich „untauglichen“ Juden und Ausbeutung der jenigen Kräfte die den „produktiven Kriterien“ entsprachen. Für Hitler ist die Situation einmal mehr ein Beweis für eine „jüdische Weltverschwörung“ denn in seinem Weltbild bestätigt sich seine, schon vor langer Zeit propagierten Vermutung einer kapitalistischen- bolschewistischen- Weltverschwörung unter „jüdischer Herrschaft“. Hitler wird sich mehrmals zu seinen Plänen gegenüber den jüdischen Menschen äussern. Hierbei erwähnt er je nach Situation Siedlungspläne, als auch die totale Ausrottung. Deshalb ist es bis heute schwierig den verlauf der Geschehnisse zu deuten. Auch die Irrationalität der Vermutung er könne ein Nation wie die USA durch eine Art jüdische Geiselhaft beeinflussen zeugt von den irrationalen ideologisch motivierten Seite seines Geistes. Diese Irrationalität ist bis heute einer der schwer zu verstehenden Abgründe der Vernichtungsgeschichte, doch der wesentlichste Bestandteil dieses Völkermordes und der Bewegung des Nationalsozialismus. Wie sehr Hitler seine Außenpolitik auf diese „jüdische Verschwörung“ ausgerichtet hatte ist von vielen hochrangigen Naziführern und aus unzähligen Dokumenten ableitbar. Selbst Außenminister Ribbentrop berichtet von seinen Gesprächen mit Hitler über dessen Ausgeburt der Fantasie einer jüdischen Verschwörung. Indirekt  bestätigt wird Ribbentrops Haltung durch die Tatsache, dass er sich 1940 gegen einen Krieg mit der Sowjetunion ausgesprochen hatte und einem „anti – britischen“ Bündnisystem mit den Sowjets den Vorzug gab. (Eurasischer – Block)

„Ich schickte 1940 nach Kriegsausbruch zwei Vertreter des Außenministeriums nach Amerika. Sie sollten Kontakt zu mehreren jüdischen Banken aufnehmen und diese dazu bewegen, ihren Einfluss geltend zu machen, damit Amerika sich aus dem Krieg heraushielt. Weiterhin sollten Sie England dazu bewegen, mit Deutschland Frieden zu schließen. Leider wurde meinen Abgesandten ein sehr Kühler Empfang zuteil. Die amerikanischen Juden hegten offenbar Misstrauen und Hass gegenüber der NS – Regierung. Sie weigerten sich, Präsident Roosevelt und seine Beratern nahe zu legen, dass sie England die Unterstützung verweigerten.“

Wie diese Verhandlungen genau aussahen ist heute nur schwer zu verifizieren, bedenkt man jedoch die Pläne der Nazis und Franz Rademachers Denkschrift zu genau jener Zeit einer Geiselhaft der „Juden“ als Druckmittel gegen Amerika in Form des Mada – gaskaplanes, so erklärt sich die Situation von selbst. Die Amerikaner waren also in diesem Sinn nicht erpressbar. Weiters berichtet Ribbentropp über seine einzige Reise nach Sowjetrussland im Zuge des Hitler- Stalin Paktes

„Ich glaube, Hitler hatte auch im Hinblick auf die Juden das Maß verloren. Er sagte mir oft, die Juden hätten den Krieg verursacht und es bestünde eine Komplizenschaft zwischen dem jüdischen Kapitalismus und dem jüdischen Bolschewismus. Das konnte ich nie verstehen und hielt es für einen Irrtum. Ich war sogar sicher, dass er sich irrte. Nach meiner Reise nach Russland und meiner Begegnung mit Stalin bei der Unterzeichnung des deutsch-russischen Nichtangriffspaktes berichtete ich Hitler in Berlin, dass ich in Russland keine Juden in führenden Positionen angetroffen hatte. Ich war nur einem einzigen Juden begegnet, Lazar Kaganowitsch, der mir als ein sehr netter alter Herr in Erinnerung geblieben ist. Hitler ignorierte meine Beobachtungen einfach. Diese Vorstellung dass die Juden den Krieg verursacht hätten und so ungeheure einflussreich waren, ist unsinnig,das weiß ich. Aber Hitler hatte diese Vorstellung und er war mit der Zeit immer mehr von ihr besessen. Es war eine Ausgeburt der Fantasie. Wie gesagt Hitler ist mir ein Rätsel und wird es auch immer bleiben.“

Neben all den organisatorischen volkswirtschaftlichen Gründen den Ängsten vor „Revolutionen“ und „Meutereien“, ist dieser Irrationalismus der wahrscheinlich unbegreiflichste in der ganzen Geschichte des 2 Weltkrieges. Es ist das Todesurteil für Millionen jüdischer Menschen aller Nationen. Es ist ein Prozess der sich langsam auf Grund der äusseren und inneren Umstände des Reiches immer mehr zuspitzen wird. Die grundsätzlichen Richtlinien sind jedoch vorgegeben.

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DIE JÜDISCHE FRAGE AMERIKAS

– Die Haltung der USA ist bis heute eine viel diskutierte und umstrittene Frage. Um die damalige Haltung der etwa 5 Millionen jüdischen Menschen der USA zu verstehen ist es wichtig einige grundlegende Faktoren der amerikanischen Geschichte zu berücksichtigen. Die in den Zwischenkriegsjahren und den wirtschaftlich schwierigen Zeiten wachsende Fremdenfeindlichkeit innerhalb der amerikanischen Gesellschaft führte ab 1933 bis 1945 zu äusserst restrektiven Einwanderungsgesetzen. Organisationen wie der Ku- Klux- Klan hatten nach dem ersten Weltkrieg bis weit in die zwanziger Jahre Hochkonjunktur. Eine Politik des Isolationismus und ein überschwappen der eigenen „weissen christlichen Ideale“ waren die Antwort auf die Greul eines ersten Weltkrieges und die schwere wirtschaftliche Depression. 1924 führte man ein Einwanderungsgesetz ein welches vorallem auf gewisse Ursprungsländer abzielte. Die Zuwanderung vorallem aus Ost und Südeuropa sollte damit unterbunden werden und traf  vorallem arme italienische, jüdische, oder slawische Immegranten. Mit der Verschlechterung des wirtschaftlichen Klimas und der „Great Depression“, radikalisierten sich auch Fremdenhass und Antisemitismus. Unternehmer wie Henry Ford suchten wirtschaftliches und politisches Kapital aus dem Antisemitismus zu schöpfen. In seiner Zeitung dem Dearborn Independent proklamierte er offen seine antisemitischen Thesen. Auch fundamentalistische evangelische Prediger wie Gerald L.K. Smith und Gerald Winrod entfachten mit ihrem religiösen Antisemitismus und Rassismus ein Klima der Fremdenfeindlichkeit. 1938 und 1939 sorgte der amerikanische Radiopriester Pater Charles Chauglin mit seinen Hasstiraden gegen den New Deal (Jew Deal) für Aufsehen. Im Gegensatz zu Deutschland wuchsen die einzelnen antisemitischen und rassistischen konservativ – klerikalen Rechten Gruppierungen jedoch nicht zu einer grossen Bewegung zusammen. Dies war ein erster Rückschlag für Hitler der lange Zeit hoffte die amerikanischen Fundamentalisten könnten Amerika auf die Seite Deutschlands drängen oder zumindestens Amerika aus dem Krieg halten. Für die jüdische Bevölkerung in der USA bedeutete diese Situation eine starke Verunsicherung. Eine offizielle Befürwortung für ein Eintreten der USA in den Krieg, hätte ihre Situation weiter verschärft. Auch scheint es, dass sich die jüdischen Organisationen wie orthodoxe, reformierte, wohlhabend wie arme, Zionisten und  Kommunisten aber auch  Kapitalisten usw., nicht auf eine gemeinsame Richtung einigen konnten. So ist es nicht verwunderlich, dass die grössten jüdischen Organisationen während des Krieges die Frage der Rettung der europäischen Juden nicht einmal in ihrem Programm hatten. Freilich wusste man lange Zeit nicht über die wirklichen Ausmaße des Holocaust. Im Gegensatz zur allgemeinen amerikanischen Presse berichteten jüdische Zeitungen jedoch  regelmäßig über Greueltaten. Das volle Ausmaß der Katastrophe erkannte man wahrscheinlich erst zu spät.

AMERIKAS KRIEG

Für Präsident Roosevelt ist der Kriegseintritt der USA ein unvermeidbares Ziel. Langfriestig so wusste Roosevelt waren die ideologischen und politischen sowie wirtschaftlichen Interessen und damit einhergehende Konflikte mit Nazideutschland und der USA unvereinbar. Die „Verteidigung“ der westlichen Hemnisphäre, die Sicherung wirtschaftlicher und aussenpolitischer Hegemonie nur in einer direkten Aus – einandersetzung mit der aufstrebenden Macht Nazideutschlands zu klären. Auch wenn Roosevelt 1941 weitgehenst keine Ünterstützung für seine Sicht der Dinge hatte, ja die breite Mehrheit der Bevölkerung und die Mehrheit des Kongresses gegen einen Einrtritt der USA in den Krieg waren. Die isolationistischen Strömungen, bestimmten die Meinung des Landes, die eine mehr passive anhaltende Position vertraten, in der ein Konflikt Nazideutschlands mit den verhassten Kommunisten als sich selbstklärend betrachtet wurde. Doch Roosevelt wusste um die Entscheidende Rolle der USA und deren globalstrategische Dimension. Ein möglicher Sieg Nazideutschlands über die Sowjetunion und damit verbundene mögliche Invasion in England, hätte einen radikalen strategischen Nachteil für die Vereinigten Staaten gebracht. Ein weitaus radikalerer Konflikt mit ungewissen Ausgang im Atlantik mit Nazideutschland und mit dem japanischen Kaiserreich im Pazifik wäre die Konsequenz gewesen. Roosevelt wusste dass ein Zusammenbrechen des ideologisch verhassten Sowjetreiches nicht nur die Fesseln Nazideutschlans lockern würde, sondern auch Japans Rolle im Pazifik stärken würde. Das versprechen Churchills gegenüber eines gemeinsamen Bündnisses der westlichen Welt gegen die Diktaturen war also nicht uneigennützig. Die Unterstützung der britischen Strategie eines Bündnisses mit Sowjetrussland eine nachvollziehbare Konsequenz, und eine passive Unterstützung der Sowjetarmeen mit Kriegsmaterial schien daher im Zuge des Lend and Lease Act auch für die Isolationistischen Strömungen Amerikas annehmbar. Der amerikanische Aussenminister Hopkins besuchte daher schon Ende Juli 1941 Moskau um sich ein Bild von der militärischen und psychologischen Situation in Russland zu machen. Ende September wurde ein Treffen arrangiert bei dem sich erstmals Vertreter aller drei Parteien an den Verhandlungstoisch setzten um Stalins militärische „Wunschliste“ aufzunehmen. Man hatte erkannt dass der deutsche Vormarsch in Russland sich verlangsamt hatte und trotz des Verlustes von Kiev erkannte man dass die Deutsche Wehrmacht Moskau bis Ende des Jahres wohl nicht mehr besiegen konnte. Stalin setzte bewusst auf die Herbstmonate, um mit seinen Armeereserven spätestens im Winter 1941 in die Offensive zu gehen.

DER KRIEG

Die militärische Unterstützung Englands, hatte im Atlantik wesentliche Schwierigkeiten gebracht. Die militärischen Begleitkonvois der Amerikaner konnten die britschen Schiffe mit Kriegsmaterial nicht ausreichend schützen. Der deutsche U Bootkrieg setzte dem alliereten Nachschub lange Zeit schwere Verluste zu, während die Amerikaner nur passiv eingreifen konnten. Mit der Bestzung Islands hatte Roosevelt den ersten Schritt in Richtung Kriegseintritt getan. Bald setzte sich das Schlagwort des „unerklärten Krieges „ gegen die Achsenmächte durch. Im Herbst mehrten sich die Anzeichen dafür, dass Japan einen Präventivschlag gegen die USA planten um an die Vorherrschaft in Südostasien zu gelangen. Ein Eintritt Nazideutschlands in den Krieg an der Seite Japans gegen die USA war eine wahrscheinliche Variante. Eine Auseinandersetzung für Roosevelt unausweichlich. Auch Globalstrategisch hätte ein „Nichteintritt“ der USA in den Krieg  grosse strategische Nachteile gebracht. Die Frage schien nur in welche Rolle Amerika sich drängen liesse. Um sich auf einen möglichen Pazifikkrieg vorbereiten zu können sah Roosevelt wahrscheinlich, dass vorerst ein eine aktive klärende Rolle gegenüber Nazideutschland im Atlantik benötigte. Doch für einen Kriegseintritt der USA hatte Roosevelt bei weiten nicht die Mehrheit. Heute wird Roosevelt vorgeworfen er habe die amerikanische Bevölkerung mit Lügen in den Krieg getrieben, dies ist nur bedingt die Wahrheit. Roosevelt blieb angesichts der schwierigen Meinungsströmungen innerhalb der USA nichts anderes überig als dem amerikanischen Volk die Gefahr durch Nazideutschland auch durch Unwahrheiten zu demonstrieren. Erster klarer Versuch Nazideutschkland und Hitler in einen klärenden Atlantikkonflikt zu treiben, ereignete sich am 4. September 1941 dem sogenannten „Greervorfall“. Roosevelt erklärte am 5 September in einer Rede dass ein amerikanisches Schiff am hellichten Tage, in der amerikanischen Sicherheitszone von einem deutschen U Boot angegriffen worden sei. Roosevelt erklärte nicht, dass  der Vorfall in der Übergangszone von deutscher Kampfzone und amerikanischer Sicherheitszone stattfand. Ein englischer Bomber hatte U652 gesichtet und dem amerikanischen Schlachtschiff Greer die Position gefunkt welches obwohl nicht befugt die Verfolgung des U Bootes aufnahm. Wasserbomben wurden abgeworfen, und U 652 feuerte anscheinend zur Abschreckung zwei Torpedos auf die Greer die ihr Ziel weit verfehlten. Roosevelt wird diesen Vorfall und andere verdrehen und ihn benutzen um dem amerikanischen Volk und dem Kongress den Ernst der Lage begreiflich zu machen. Doch Roosevelts Plan schien nicht aufzugehen, weiterhin blieb eine breite Mehrheit gegen einen aktiven Kriegseintritt. Was Roosevelt fehlte und was er immer wieder gegnüber seinen Bündnispartnern erwähnte war eben ein „Vorfall“ ein Vorfall der unwiederuflich einen Kriegseintritt der USA vor dem Volk und dem Kongress legitimierte. Die Amerikaner wussten um die Bestrebungen des japanischen Kaiserreiches, die japanische Botschaft in Washinhton wurde in einem Programm MAGIC abgehört. Stunden vor dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour, wussten die Amerikaner von einem geplanten Großangriff auf einen amerikanischen Flottenstützpunkt. Man warnte die Seestreitkräfte, nur in Pearl Harbour kam die Nachricht verspätet an. Dieser „Vorfall“, brachte Roosevelt jene Legitmation um die er lange gekämpft hatte. Und doch blieb ihm der Krieg immer verhasst. Er wusste jedoch um die strategische wirschaftliche und politische Rolle des zweiten Weltkrieges und er wusste die einzige Chance der USA ihren Platz zu behaupten und auszubauen war ein Eintritt als entscheidender Faktor des Krieges. Die jüdische Frage war jedoch wie im gesamten Konflikt des zwieten Weltkrieges, von keiner zentralen Bedeutung. Die Ermordung hunderttausender Menschen ein Geschehen welches in diesem globalen Ringen um Macht und Hegemonie nur einen Nebenschauplatz des Geschichte stellte. Bewusst versuchen die beteiligten Nationen das Geschehen um den Holocaust zu verdrängen. Menschliche Gefühle spielten in diesem globalen Konflikt keine strategische Rolle. Zuviele Menschen starben auf den Schlachtfeldern, Ozeanen, oder in den Städten an den Heimatfronten.

Konzentrationslager Dachau, Weg zur Rassenreinheit

1 SEPTEMBER – BRANDZEICHEN DES TODES

Auf Druck Goebbels wird der Judenstern im ganzen Reich ab dem 19.Sept 1941  ein – geführt. Es ist eine vom Reichsinnenministerium gesetzte Verordnung die für Juden im Großdeutschen Reich und den Protektorat ab dem 6 Lebensjahr gilt. Es geht um einen gelben sechszackigen Stern. Er musste auf die linke Brustseite genäht werden, auf dem in schwarzer Schrift JUDE geschrieben war. Diese Maßnahme gilt nicht für jüdische Frauen die mit ARIERN verheiratet sind. Diese speziellen Juden werden bald „arische Juden“ genannt, auch ihre Kinder sind von dieser Maßnahme ausgenommen. Die Frage der „Mischlingsjuden“ war nicht gänzlich geklärt, auch diese Diskussion sollte in den nächsten Wochen Beamte und Ministerien beschäftigen um rechtliche Formulierungen und Verordnungen zu erlassen. Für Göbbels ist die Kennzeichnung der jüdischen Menschen ein seit langen gestecktes Ziel, dass sich angesichts der Verschärfung des Ostfeldzuges und der aussenpolitischen Lage auch für Hitler legitimierte. Maßgeblich will man für die schlechte Stimmung einiger Wochen des Sommers, die Juden verantwortlich machen. Nach Göbbels Meinung soll der Judenstern die jüdischen Menschen davon abhalten schlechte Stimmung unter der Bevölkerung zu verbreiten. Diese Meinung vertraten einige hochrangige Nazifunktionäre. Jedoch ist dies nur ein populistischer Vorwand, für die eigentlichen Ziele diverser nationalsozialistischer Kreise, eine Verschärfung der Judenfrage und deren Deportation vorzubereiten.

Viktor Klemperer notiert am 15.9 in sein Tagebuch

Die Judenbinde, als Davidstern wahr geworden, tritt am 19.9 in Kraft. Dazu das Verbot, das Weichbild der Stadt zu verlassen. Frau Kreide senior war in Tränen. Frau Voß hatte Herzanfall. Friedheim sagte, dies sei bisher der schlimmste Schlag, schlimmer als die Vermögensabgabe. Ich selber fühle mich zerschlagen, finde keine Fassung…. Die Zeitung begründet:Nachdem das Heer die Grausamkeit etc. des Juden am Bolschewismus kennengelernt, müsse den Juden hier jede Tarnmöglichkeit genommen werden, um den Volksgenossen jede Berührung mit ihnen zu ersparen.- Der wahre Grund:Angst vor jüdischer Kritik, weil es im Osten schlecht steht oder stockt. Und:Regiment der Terrorleute, Himmlers, weiles im Osten schlecht steht. … Anfang September wurden von Himmler 92 „Euthanasie – Experten“ nach Lublin entsendet Weitere Indizien für die Vernichtungslager Belsec und Chelmno es geht in einem Brief des Gauleiters Arthur Greiser hervor, dass jene Vernichtungsanstalten vor allem zur „Säuberung“ für einen Teil des Raumes Warthegaus und Lodz sind. Auch Reichsleiter Bouhler, Leiter der Reichskanzlei und des Projektes T4 persönlich der (Euthanasie, Tötung geistig und körperlich Behinderter) und sein Stellvertreter Viktor Brack kommen nach Lublin. Bei einem Treffen mit Odilio Globocnik dem späteren Organisator der „AKTION REINHARDT“ bespricht man die personellen und logistischen Einzelheiten. Die Erfahrungen der Euthanasiespezialisten werden sich als unersetzlich für die Durchführung, einer Tötung durch Gas erweisen.

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3 SEPTEMBER – AUSCHWITZ

In Auschwitz dem Stammlager wird das erste mal eine provisorische Gaskammer in Betrieb genommen der berüchtigte BLOCK 11 in dem zuvor schon zahlreiche Folterungen und sich der sogenannte „Hungerkeller“ befand. Höß hatte sich mit Himmler getroffen. Er erinnerte sich folgendermaßen nach dem Krieg in Nürnberg:

“ Im Sommer 1941 wurde ich zum persönlichen Befehlsempfang zum Reichsführer SS nach Berlin befohlen. Ich erhielt den Befehl, Vernichtungslager zu errichten. Himmler sagte mir dem Sinne nach, ich kann das nicht mehr wörtlich wiederholen, der Führer habe die Endlösung der Judenfrage befohlen wir, die SS, hätten diesen Befehl auszuführen. Es ist eine harte und schwere Arbeit, aber wenn dies nicht jetzt zu diesem Zeitpunkt durchgeführt wird, so wird einst das jüdische Volk das deutsche vernichten. … Im Osten gab es bereits Vernichtungslager, aber sie seien nicht in der Lage, eine so groß angelegte Aktion durchzuführen. Himmler konnte mir nicht genaue Zahlen nennen, aber er sagte, dass ich zu gegebener Zeit von Sturmbannführer Eichmann nähere Einzelheiten erfahren würde. Ein paar Wochen später besuchte mich Eichmann in Auschwitz und sagte mir, die ersten Transporte aus dem Generalgouvernement und der Slowakei seien zu erwarten. Er fügte hinzu, die Aktion sollte in keiner Weise verzögert werden, damit keine technischen Schwierigkeiten auftraten, und die Terminplanung der Transporte solle um jeden Preis eingehalten werden. Unterdessen hatte ich das Vernichtungslager Treblinka im Generalgouvernement inspiziert, das am Bug lag Treblinka bestand aus ein paar Baracken und einen Bahngleis, das zu einer Sandgrube führte. Ich inspizierte die dortigen Vernichtungskammern. Die Kammern waren aus Holz und Zement erbaut, jede war ungefähr so groß wie diese Zelle [etwa 2,40 mal 3.20 Meter], aber die Decken waren niedriger als in dieser Zelle. Neben den Vernichtungs – kammern waren Motoren alter Panzer oder Lastwagen aufgereiht, und die Abgase der Motoren wurden in die Zellen geleitet und auf diese Weise wurden die Menschen vernichtet. Wie viele Menschen auf einmal ? Ich kann es nicht genau sagen, aber ich schätze, dass in jeder Zelle, die ungefähr so groß war wie diese Zelle, aber nicht so hoch, etwa 200 Menschen gepfercht wurden- sie waren also sehr dicht gedrängt „ Auf Grund der Aussagen vermuten manche Publizisten und Historiker heute, dass Höß sich im Datum geirrt haben muss. Dieses spezielle Treffen fand möglicherweise 1942 statt so vermuten diese.  Höß Aussage, dass ein Treffen stattgefunden hatte ist nur für März 41 konkret. In diesem Gespräch Höß und Himmlers ging es in erster Linie um die Pläne der IG Farben und deren Umsetzung. Dies kann man mit einer gewissen Bestimmtheit sagen da Himmler die letzten Monate schwierige Verhandlungen mit dem Chemiekonzern geführt hatte die immer wieder „Bedenken“ anmeldet hatten ihre Ingenieure in so eine heruntergekommene polnische Stadt zu schicken. Ende März Anfang April hatte man sich jedoch mit den Dienststellen der Partei und der SS schon länger geinigt und man begann zu bauen. Die Aussichten auf zukünftige „billige“ Arbeitssklaven und hohe Gewinnmöglichkeiten waren schnell über alle moralischen Einwände erhaben, und die Abgelegenheit der neuen Anlagen brachte Schutz vor möglichen alliierten Bomenangriffen. Hierbei ist es möglich dass sich Höß wirklich im Sommer(Ende des Sommers) mit Himmler traf. Für diese Tatsache sprechen diese Grundsätzlichen Entscheidungen der wirtschaftlichen Bestrebungen in Auschwitz. Auch leitet man ohne Zweifel eine „Endlösung“ der Judenfrage ein, doch ihre Charakter und ihre inneren Lösungsvorgänge sind hier möglicherweise noch  offen. Die Ermordung kranker, schwacher Häftlinge sind der Kernpunkt einer Phase die nun auch im Osten eingeleitet werden sollte. Es ist die physische Tötung von Menschen, nicht durch Erschiessen sondern durch Gas. Ein Prozess der im Reich schon eingesetzt hatte unter dem Aktenzeichen 14f/13. Für Höss Aussage spricht jedoch auch die Tatsache, dass Himmler nun die ersten Vernichtungsanlagen errichten lässt. Euthanasieexperten in den Osten entsendet, um ihre speziellen Fähigkeiten beim Bau der Anlagen einzusetzen. Weiters dass man die jüdischen Menschen kennzeichnet und zu deportieren begann, jedoch die Reichs und Westjuden noch nicht gezielt zu tötet . Warum der Prozess der Vernichtung, vom Entschluss dieser Maßnahmen bis zu ihrer tatsächlichen Umsetzung einige Monate dauerte hatte wahrscheinlich mehrere Ursachen und wird ohne eindeutige Beweislage wohl immer Spielraum für unterschiedliche Interpretationen lassen. Sicher sind die Schwierigkeiten der Transporte auf Grund der Kriegssituation und der Temperaturen im Winter 1941/42 ein wesentlicher Grund warum die „Endlösung“ erst im Frühjahr 1942 wieder aufgenommen wurde. Wie die Endlösung zu diesem Zeitpunkt 1941 unter diesen Gesichtspunkten und den noch geplanten Sieg über die Sowjets ausgesehen hätte ist schwer zu interpretieren. Im September wird Höppner gegenüber Eichmann erwähnen dass man sich in dieser Frage entscheiden müsse, ob ein Siedlungsplan oder Tötung, Ziel der Deportationen sein sollte. Gesichert scheint jedoch dass man zumindest die „arbeitsunfähigen“ jüdischen Menschen einer Tötung durch Gas übergeben will. Im Osten scheint man nun vor der bevorstehenden Deportation der Juden aus deutschen Siedlungsraum weiter in den Osten auf sowjetisches Gebiet eine Säuberung durchführen zu wollen in dem man die Methoden des Programms 14f/13 auch auf jüdische Menschen und die Endlösung erweiterte.

AKTION 14f/13

Aus Sicht der nationalsozialistischen Führung, war es vorallem aus Kosten Nutzen – und Effizienzkalkulationen notwendig das Lagersystem so weit wie möglich vor den grossen Lasten und Belastungen des Ostfeldzuges zu schützen. Der Krieg im Osten ist, für das gesamte deutsche Volk, ein „Krieg auf Sieg oder totale Vernichtung“. Aus diesen erbitterten Ideologie – und Kriegszwängen formte sich jener Sozialdarwinismus dessen Wesen zu Beginn des Polenfeldzuges die Tötung für diesen Krieg überflüssiger „Balastexistenzen“ legitimierte. Nun angesichts der „grossen“ Aufgabe im Osten erkannte man die Notwendigkeit jene Menschen zu liquidieren die auf Grund ihrer körperlichen Schwächen diesem Ziel nicht nur nicht dienlich sein konnten, sondern diesem schaden konnten. Kranke und schwache Häftlinge deren Narungskapazitärten dringend benötigt wurden. Aus der Sicht vieler Nationalsozialisten sicherlich ein „Gnadenakt“ ein „Gnadentod“ für jene die in ihren Augen sowieso zum Tode verurteilt schienen. Diese Aktion genannt 14f13 wurde im Fruhjahr 1941 im Reich eingeleitet, zu jener Zeit als man den Vorstoss nach Russland vorbereitete. Ärzte des T4 Programms (Euthanasie) übernehmen diese Aufgabe- Im Großreich starben so etwa 20 000 Häftlinge in den Vernichtungsanstalten der Euthanasie. Schauplätze für 14f/13 sind Konzentrationslager wie Sachsenhausen, Buchenwald, Mauthausen, und Auschwitz. 14f/13 ist ein Aktencode der Inspektion der Konzentrationslager. Mit 14f/1 wurden „natürliche Todesfälle“ gekennzeichnet.14f/2 „Freitod oder Tod durch Unglücksfall“ 14f/13 bedeutete „Sonderbehandlung der kranken und gebrechlichen Häftlinge“ also Tod durch „vergasen“. Zu Beginn diese Programms sind es also nicht direkt jüdische Menschen die man tötet. Es ist jedoch auch ganz klar dass man vorallem für die jüdische Frage nicht nur aus finanziellen sondern auch aus ernährungstechnischen wie auch lebensräumlichen und ideologischen Gründen für die nationalsozialistischen Machthaber die schwerste „Belastung“ darstellte, ähnliche Gedanken hegte. Auch die Endlösung trägt zu Beginn die eindeutigen Züge dieses Rationalisierungsprogrammes 14f/13- Tod der gebrechlichen und Ausnutzung der Arbeitskraft der körperlich tüchtigsten. Jene Euthanasieexperten die auch das Programm 14f/13 gestalteteten, prägen mit ihren Erfahrungen nun auch die „Endlösung“ der Judenfrage. Radikalste Rationalisierungsmaßnahmen, unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten. Schlussrendlich sind es also 3 Programme die zu laufen scheinen. Neben der Euthanasie, die Aktion 14f/13, und zuletzt entschied man sich auch die Judenfrage der radikalsten Form sozialdarwinistischer Gesichtspunkte zu unterwerfen. Die Chronologie des Geschehens wird uns jedoch zeigen warum man 1942 zu weitaus radikaleren Vorgehen in der  der „Endlösungsfrage“  kommt , und vorallem die Orte wechselt an der diese stattfinden soll. Die Methode Gas setzte sich 1941 durch, so gesehen eine „Standardisierung“ des Tötens. Die  Ermordung der Juden mit Mitteln des Programms 14f/13 hatte man ab Sommer bis in den  Winter 1941  schon bedacht, aber aus formalen, kriegsentscheidenden, transportechnischen – Gründen mit den „mittel-europäischen Judentum“ erst 1942 umgesetzt und so die Frage immer wieder in die Zukunft verschoben, nach „einem Sieg im Osten“. Hierbei hatte Höss sich also, wahrscheinlich nicht geirrt, auch wenn in seiner Erinnerung auch Geschehnisse des Jahres 1942 auftauchen wie der Besuch Treblinkas, ist es durchaus möglich dass er schon zu diesem Zeitpunkt auch von den radikalsten „Vergasungsplänen“ hörte.  Ab nun deklarierte man jedoch auch in Auschwitz Häftlinge in Produktive und Unproduktive .

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In der Frage der Methode dürfte der stellvertretende Lagerkommandant Fritsch seine eigenen Erfahrungen gemacht haben. Bei der Behandlung von Wäschestücken in den „Entlausungskammern“ hatte sich  folgendes zugetragen. Laut Aussagen nach dem Krieg, wurde eine Katze Opfer einer „Entlausungsaktion“ diverser Wäschestücke durch Cyanwasserstoff(Blausäure)welches unter dem Namen Zyklon B vertrieben wurde. Ein Aufseher soll daraufhin die Idee gehabt haben ob dies Methode nicht auch bei Menschen funktionieren könnte. Ein Plan den einschlägige Fachkreise wie man heute vermutet schon 1939 im Zuge der Euthanasie diskutierten, wobei man sich damals für Kohlenmonoxid (Flaschengas) entschieden hatte. Für Fritsch stellte dies eine Möglichkeit dar die er für erprobenswert hielt. Schlussendlich wandelte man den ohnedies schon als „Todesbunker“ erkannten Block 11, eben dessen Keller in die erste „provisorische“ Gaskammer des Lagers um, in dem man einfach die Fenster mit Erde zuschüttete und abdichtete. Die ersten Opfer an diesem 3 Sept sollten eine Gruppe an sowjetischen Kriegsgefangenen sein, an denen man das schaurige Experiment durchführte. Wie man heute vermutet war Höß zu dieser Zeit nicht im Lager und Fritsch erprobte die „neue“ Methode. In dem damals noch überschaubaren Lager sprach sich das Geschehen um den Block 11 schnell herum. Ein ehemaliger Häftling Wilhelm Brasse der auch der Gefangenefotograf der Lagerleitung war erinnerte sich nach dem Krieg.

Wilhelm Brasse mit einem seiner Fotos.

„Ich sah, wie sie Erdboden in Schubkarren brachten….Und dann sah ich sie eines Tages die Schwerkranken aus dem Krankenbau in den Block 11 bringen“ Ebenso hielt die Chronistin von Auschwitz die Geschehnisse fest. Nach Danuta Czechs (Lagerchronistin) Erkenntnissen war folgendes passiert. „[Es]… werden in die Zellen etwa 600 russische Kriegsgefangene (und etwa 300 Häftlinge aus dem Krankenrevier), Offiziere und Volkskommissare getrieben, die durch besondere Kommandos der Gestapo in den Kriegsgefangenenlagern ausgesucht worden sind und die SS Männer das Gas Zyklon B (Firmenname) eingeworfen haben, werden die Türen verschlossen und abgedichtet . Diese Aktion findet nach dem Lagerappell im Lager statt, nachdem die sogenannte Lagersperre angeordnet worden ist, d.h daß es den Häftlingen verboten ist, die Blöcke zu verlassen und sich im Lager zu bewegen“ Diese Aktion sollte nicht nach dem Willen der SS Männer funktionieren. Man hatte noch keine Erfahrung mit dieser Methode des Tötens. So hatte man die Menge des Zyklon B schlecht dosiert und als man am nächsten Tag die Türen des Kellers öffnete hatten einige Häftlinge diese Tortur überlebt. Also wiederholte man diesen Versuch und diesmal waren alle tot. Die Firma DEGESCH deutsche Gesellschaft fürSchädlingsbekämpfung (Frankfurt), die das Zyklon B produzierte, zu der Gruppe der IG Farben gehörten und die Firma Tesch und Stabenow (in Hamburg) sollten die nächsten Jahre Verträge über tausende Kilogramm ihre Produktes ZYKLON B mit Auschwitz abschließen. Die Firma hatte dem Zyklon B einen Warnstoff beigemischt „Bromessigsäuremethylesta“ den man riechen konnte sobald das Gas bei etwa 26 Grad Raumtemperatur freigesetzt wurde Wie später in dem Prozeß gegen die IG Farben, ermittelt wurde, veranlasste die Lagerleitung von Auschwitz den Geruchswarnstoff aus einigen Lieferungen für Auschwitz wegzulassen, das Gas war somit geruchlos-

10 SEPTEMBER

Himmler trifft Oswald Pohl, sowie einige Fachleute wie Sturbannführer Heinrich Vogel. Es geht hier um die Frage der Planung, Errichtung und Verwaltung der in Frage kommenden Konzentrationslager. Baupläne wurden definitiv 3 Lager wurden entworfen Belcek, Birkenau (Auschwitz), Majdanek.

JÄGER BERICHT-10 SEPTEMBER

Karl Jäger SS Standartenführer und Kommandeur der Einsatzkommandos 3 der Einsatzgruppe A unter der Führung des SS Brigadeführers Stahlecker verantwortlich für Massenerschießungen im Baltikum berichtete nach dem Krieg: „…Waren die Erkundungen abgeschlossen, mussten die Juden ….an einen Ort oder an mehreren Orten gesammelt werden. An Hand der Anzahl musste der Platz für die erforderlichen Gruben ausgesucht und ausgehoben werden. Der Anmarsch von der Sammelstelle zu den Gruben hatte etwa durchschnittlich 4 bis 5 Kilometer. Die Juden wurden in Abteilungen zu 500 in Abständen von mindestens 2 Kilometer, an den Exekutionsplatz transportiert.“ An diesem Tag den 10 Sept berichtet Polizeioberst Karl Jäger seinen Vorgesetzten dass seine Einsatzgruppe bis zu diesem Zeitpunkt etwa 76 355 Menschen getötet hätte.

11 SEPTEMBER

Shoot on Sight Befehl Roosevelts  ergeht. Er gallt für alle Schiffe der Achsenmächte die in den neutralen Raum der USA eindringen würden. Ab jetzt glüht Hitler vor Antisemitismus denn der definitive Eintritt der USA in den Krieg ist absehbar

13 SEPTEMBER

Ribbentrop bittet die Japaner um Zusicherung der im Dreimächtepakt festgehaltenen Bestimmungen im Falle eines Kriegsausbruch Nazideutschlands und der USA .

14 SEPTEMBER

Da Stalin begonnen hatte Wolgadeutsche Siedlungen aufzulösen beginnt Ostminister Alfred Rosenberg Druck auf Hitler auszuüben, die Judenfrage Zentraleuropas einer sofortigen Lösung zu zuführen.

18 SEPTEMBER

Himmler hatte bei einer Unterredung mit Hitler am 2.September auch das Thema der Judenfraghe diskutiert. Hitler dürfte bei diesem Gespräch Himmler klar gemacht haben dass neuerliche Deporationen in das ohnehin schon überlastete Generalgouvernement ausgeschlossen seien. Daher versuchte Himmler die mit Einverständnis Gauleiter Greisers, die Juden im Ghetto des Warthegaues Lodz unterzubringen. Die Probleme die er früher mit politischen Verwaltern und Führern der Partei hatte will er nun verhindern, daher setzt er Greiser schrftlich in Kenntnis. Auch hat er nun den offizielle Weisung des „Führers“ das Reich so schnell wie möglich von den Juden zu reinigen. So setzt er den Gauleiter (Warthegau) sachlich über einen Transport in Kenntnis und bittet um Verständnis für etweilige „Gau Schwierigkeiten“ die dabei entstehen könnten. Brief Himmlers an Greiser mit Durchschrift an Heydrich und Wilhelm Koppe (HSSP Warthegau):

Arthur Greiser

„Der Führer wünscht, daß bald das Altreich und das Protektorat vom Westen nach dem Osten von Juden geleert und befreit werden. Ich bin daher bestrebt möglichst noch in diesem Jahr die Juden des Altreichs und des Protektorats zu nächst einmal als erste Stufe in die vor zwei Jahren neu zum Reich gekommenen Ostgebiete zu transportieren, um sie im nächsten Frühjahr
noch weiter nach dem Osten abzuschieben. Ich beabsichtige, in das Litzmannstätter Ghetto, das wie ich höre, an Raum aufnahmefähig ist, rund 60 000 Juden des Altreichs und des Protektorats für den Winter zu verbringen. Ich bitte sie diese Maßnahme, die sicherlich für ihren Gau, Schwierigkeiten und Lasten mit sich bringt, nicht nur zu verstehen, sondern im Interesse des Gesamtreiches mit allen Kräften zu unterstützen. SS Gruppenführer Heydrich, der diese Judenwanderung vorzunehmen hat, wird sich rechtzeitig unmittelbar oder über SS Gruppenführer Koppe an sie wenden“

In drei Ghettos werden die Deportationen nun gehen, nach Lodz und in das grosse Ghetto des Reichskommissariat Ostland Minsk und Riga.

§ 18 SEPTEMBER

Reichsverkehrsministerium untersagt den Juden Schlaf- oder Speisewägen weiter zu benutzen, ebenso Ausflugsbusse, oder Ausflugsschiffe, alle anderen
Verkehrsmittel nur wenn Sitzplätze frei sind, nie zu Hauptverkehrszeiten ,und nur wenn keine anderen Fahrgäste standen, sowie in der niedrigsten Klasse.

18 SEPTEMBER

Himmler, Heydrich Wolff begeben sich auf eine Ostlandreise Stationen sind RIGA, MITAU, REVAL (TALLINN), DORPAT, PLESKAU, am 21 kehrt er nach Rastenburg
zurück. Wahrscheinlicher Grund der Reise weitere Koordinierung der „Judenwanderung“

§ 19 SEPTEMBER

Den Juden ist es verboten ohne polizeiliche Erlaubnis ihren Wohnort zu verlassen. Sie dürfen weiters keine Orden Abzeichen, Ehrenabzeichen mehr tragen. Dies hat nun unterschiedliche Wirkung auf die Bevölkerung. Goebbels hat es geschafft daß das Thema Juden in der Öffentlichkeit wieder präsent ist und lenkt gekonnt von der Tatsache ab, dass die Deutsche Wehrmacht den Feldzug im Osten schon beendet haben wollen. Dieser ersten militärischen Fehlentwicklungen sollen in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden. So werden die Juden weiter schikaniert. Hitler steht unter Druck, das Problem der Juden und sein Plan ihrer Deportation nach Nordrussland, ist auf Grund der militärischen Lage zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Die Ghettos im Osten sind überfüllt im Generalgouvernement wehrt sich Frank weiter gegen neu ankommende
Judentransporte, weil die Situation es nicht mehr erlaubt. Die Juden in den Ghettos sterben an Krankheiten, Unterernährung und durch Tötungen der SS Schergen. So muss
sich Goebbels mit der Kennzeichnungspflicht der „Juden“ zufrieden geben Diese weiter öffentliche Demütigung, ist nur eine Schikane unter vielen, dass die Juden
ihren Wohnort nicht mehr verlassen dürfen, die Vorstufe zu dem eigentlichen Ziel Goebbels der totalen Deportation. Die Menschen reagieren unterschiedlich, es
kommt zu Solidarisierung mit den Gekennzeichneten genauso wie zu gewalttätigen Übergriffen auf sie. Es zeigt sich hier dass viele Menschen wahrscheinlich sogar
die Mehrheit nicht einverstanden waren mit diesen Schikanen. Erhebungen des SD(Sicherheitsdienstes) geben uns weiter Auskunft über die Judenfeindschaft innerhalb der Bevölkerung, es wurde festgestellt dass in Wochenschauen (im Sommer 41)die Verhaftungen von Juden, ihre Misshandlung als Zwangsarbeiter, und sogar Tötungsszenen aus Riga, jedoch auf lautstarke Zustimmung stießen.

Nun sollte man berücksichtigen, dass die breite Mehrheit wusste dass die NS Wochenschauen, der Propaganda Goebbels unterstellt waren und wahrscheinlich mehrheitlich nur Menschen ins Kino lockte die der NS Regierung und deren verbrecherischen Methoden zugeneigt waren. Man kann also davon ausgehen dass dieser Stimmungsbericht kein klares Bild über die Meinung innerhalb der Bevölkerung geben kann. Es zeigt nur dass es Menschen gab die bereit waren, diese Methoden des Ns Regimes mit zu tragen und selbst vor Mord nicht zurück schreckten.   Die Erhebungen des SD sollte man daher mit differenzierten Blick betrachten. Aus einem Bericht des SD einen Tag vor dieser ersten Erhebung, geht allerdings folgender Vorschlag hervor  „…Die Juden sollten den Stern wegen der besseren Sichtbarkeit auch auf dem Rücken der Kleidung tragen. Das würde die jenigen die sich immer noch in Deutschland aufhielten ,dazu zwingen zu verschwinden“

Viktor Klemperer der jüdische Tagebuchschreiber aus Dresden berichtet in seinem Tagebuch bis Jahreswende von mehr positiven Erlebnissen und guten Zuspruch zahlreicher deutscher Menschen die solche „Stigmatisierungen“ der jüdischen Menschen ablehnten. Aus seinen Tagebucheintragungen geht hervor dass einige Menschen den Judenstern geradezu als Aufforderung zur Kritik an dem Naziregime erkennen und sich Klemperer im Wissen dass er Jude ist in diesem Sinne öffnen. Trotzdem begreift man schnell die enorme psychische Last welcher die Juden ausgesetzt sind die den radikalen Teilen der Bevölkerung nun augenscheinlich ausgeliefert sind. Jedes Betreten öffentlicher Plätze kann eine Konfrontation auf Leben und Tod sein. Diese psychische Belastung und das Wissen um die Deportationen in den Osten, das Wissen um die Geschehnisse in seiner Umgebung nämlich Verhaftungen, Enteignungen, Selbstmorde führen langsam zu seiner Erkenntnis der vollkommenen Ausweglosigkeit. Ab November scheint sich die Lage erneut radikal zu zuspitzen. Viele jüdische Menschen die nun von Deportation bedroht sind begehen Selbstmord, während einige „arische“ Deutsche, angesichts der Niederlagen
und der Hölle des Ostkrieges, Hitlers Krieg aber auch Judenpolitik, in Frage zu stellen beginnen. Victor Klemperers Glück ist es, mit einer arischen Frau verheiratet zu sein, so genießt er vorerst noch den rechtlichen Schutz, von Mischehen. Die Überlebenssituation der Juden wird jedoch von Woche zu Woche schwieriger, und bald schon werden sich
die Deportationen die zuerst eher lokal vollzogen wurden, sich radikal auf das ganze Reich erstrecken.

Ghetto warschau

Der Fotograf der dieses Foto machte titelt – Die Menschen gehen einfach daran vorbei, es gibt zu viele dieser Kinder

DAS GHETTO LODZ – 23 SEPTEMBER

Rumkowski hatte den Nazideutschen wiederholt Statistiken wegen Überfüllung des Ghettos vorgelegt, die von den deutschen Behörde unerwidert blieben. Am 23 September
wurde er in Kenntnis darüber gesetzt, daß es wieder einen Transport in das Ghetto von   20 000 Juden geben würde. Die Zahl sollte also von 143 000 auf ungefähr 163 000 steigen, angesichts der sanitären Einrichtungen eine unvorstellbare Situation. Dazu kamen noch Juden aus dem Dorf Wroclaweck und ungefähr 5000 Zigeuner. Sie wurden in Schulgebäuden und Sälen untergebracht, mussten auf Böden schlafen ohne Heizung oder fließendes Wasser. Lebensmittel und Lebensräume, verschärfen die Lage zusehends, Spannungen sind unvermeidlich. Selbstmord, Mord und Diebstahl stehen auf der Tagesordnung An diesem 9 Oktober 1941 vermelden die Chronisten, schönes
Herbstwetter, 277 Sterbefälle 18 Geburten, niedrigste Selbstmordrate seit Beginn des Ghettos, an diesem Tag hatten sich nur 11 Menschen umgebracht. Fünf hatten es
versucht, und nur einen Mord verzeichnete man, an jenem Tag an dem der Transport ankommen sollte.

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HIMMLER   HITLER   DEPORTATIONEN   ENDLÖSUNG DER JUDENFRAGE

SS / SD    GENERALSTABSPLAN OST   ALLE KATEGORIEN  KAPITEL 1941

§ Reichswirtschaftsministerium – 24 SEPTEMBER

Juden wird es verboten Schecks zu benutzen. Weiters werden alle testamentarischen Verfügungen bei denen deutsche Erblasser Juden bedachten für
ungültig erklärt mit der Begründung: „solche Verfügungen stünden in scharfen Gegensatz zum gesunden deutschen Volksempfinden.“

Für Himmler tritt nun sein altes Problem wieder in den Vordergrund. Hitlers Wunsch das Altreich so schnell wie möglich von allen Juden zu säubern ist praktisch, nur schwer durchführbar, da gerade in zivil verwalteten Gebieten sein Einfluss als Chef der deutschen Polizei und als Reichsführer SS, eben ohne politische Einflussmöglichkeit ihn von der Bereitschaft lokaler Behörden und Instanzen abhängig macht. So ergeht ein Schreiben Heydrichs an Minister Lammers indem er in einem Erlassentwurf mehr Kompetenzen für Himmler im Generalgouvernement im Protektorat als auch den zivilrechtlich verwalteten Gebieten Lothringen Elsass, Luxemburg, Kärnten Krain, Untersteiermark, Niederlanden und Norwegen fordert. Lammers wird Himmler aber zu verstehen geben dass eine Ausweitung seiner Kompetenzen nicht möglich sei.
… am selben Tag

Bei einem Treffen im Führerhauptquartier wird Reinhardt Heydrich von Hitler persönlich zum Reichsprotektor von Böhmen und Mähren ernannt. Ein Zugeständnis
Hitlers an seine Vasallen von der SS seinen Mann “ mit dem eisernen Herzen „ wie Hitler Heydrich bezeichnete. Heydrich geht mit dem Auftrag nach Prag kompromisslos gegen jeden Widerstand vorzugehen, vor allem gegen alle „jüdischen und kommunistischen Elemente“

Am 25 SEPTEMBER

…erging ein Befehl des OKW (Oberkommando der Wehrmacht) dass 100 000 Gefangene der SS zu übergeben seien.

26/27 SEPTEMBER

In diesem Sinn ergeht ein Befehl des SS Hauptamt für Haushalt und Bauten gibt zum Bau zweier Konzentrationslager für je 50 000 Gefangene. Es handelt sich hierbei
eben um Auschwitz II das Lager Birkenau und Lublin -Maydanek. Vermutlich steht der Bau dieser Lager im Zusammenhang mit den umfangreichen Zwangsarbeiterprogrammen im Verlauf des Generalstabsplan -Ost. Höß(Lagerkommandant)Aussagen zufolge, gab Himmler schon im März 41 einen Befehl zum Bau des Lagers II Birkenau, doch auf Grund neuer Fakten und Dokumente die man in russischen Archiven fand darunter einen Bauplan des Lagers Auschwitz I im ist Zustand vom 12 September 41 der auch alle geplanten neuen Erweiterungen angibt, zb die Erweiterung des Lager I auf 30 000 Gefangene ist kein Hinweis noch auf Birkenau zu finden. Später entdeckte man neue Teile Himmlers Dienstkalender die uns Aufschluss darüber geben das Himmler, Heydrich und der Leiter des WVHA Pohl sich am 15 September getroffen hatten und das Problem von Kriegsgefangenen erörterten. Es ist also wahrscheinlich, dass man hier den Beschluss fasste Auschwitz II Birkenau zu erbauen.

Ende September

Hitler befiehlt Großadmiral Raeder bis frühestens Mitte Oktober keine amerikanischen Schiffe anzugreifen „….Aufgrund eingehender Darlegung der
Gesamtlage „

29/30 SEPTEMBER

Die Schlucht von Babi Jar

Bei dieser Beispiellosen Massenerschießung werden 33 771 Kinder, Alte, Schwache, Männer und Frauen ermordet. Blobel wird bis zum Rand der Schlucht hinaufgefahren, er feuert seine Männer mit lauten Zurufen an. Die Menschen mussten sich nur mit Unterwäsche bekleidet an den Rand der ausgehobenen Massengräber stellen und legen, um dann mit Genickschuss getötet zu werden. Um die einzelnen SS Männer nicht zu sehr zu belasten arbeitete man in Schichten sie wurden laufend mit frischer Munition und Schnaps versorgt. Nach 2 Tagen laufender Tötungen wurde über die letzte Reihe Leichen Chlorkalk geschüttet, die Schlucht von der Wehrmacht gesprengt und die Aktion als voller Erfolg und abgeschlossen gemeldet. Ein deutscher Kraftfahrer der den Besitz der getöteten abholen sollte berichtete:

„Ich beobachtete ….,daß die ankommenden Juden-Männer, Frauen und Kinder-von den Ukrainern in Empfang genommen wurden, sie wurden an verschiedenen Plätzen vorbegleitet, wo sie nacheinander zunächst ihr Gepäck, die Mäntel, Schuhe und Oberbekleidung und auch die Unterbekleidung ablegen mussten sie an einer bestimmten Stelle ihre Wertsachen ablegen. Für jedes Kleidungsstück war ein besonderer Haufen gebildet worden. Das ging alles sehr schnell vor sich, und wo der einzelne zögerte, wurde von den Ukrainern mit Fußtritten und Stößen nachgeholfen. Ich glaube, daß der einzelne keine Minute brauchte, bis er von der Abgabe des Mantels vollkommen nackt dastand. Es wurde hier kein Unterschied zwischen Männern und Frauen und Kindern gemacht. …Die entkleideten Juden wurden in eine Schlucht geleitet, die Ausmaße von etwa 150 m Länge, 30 Meter breite hatte und gut 15 m tief war. Zu dieser Schlucht führten 2 oder 3 schmale Eingänge, durch die Juden hindurchgeschleust wurden Wenn sie am Rande der Schlucht ankamen, wurden sie von Beamten der Schutzpolizei ergriffen und auf bereits erschossene Juden gelegt. Dies ging alles sehr schnell. Die Leichen wurden regelrecht geschichtet. So wie ein Jude da lag, kam ein Schütze von der Schutzpolizei mit der Maschinenpistole und erschoss den da liegenden mit Genickschuss. Die Juden, die in die Schlucht kamen, waren von dem Anblick dieses grausamen Bildes so erschrocken, daß sie vollkommen willenlos waren. Es soll sogar vorgekommen sein, daß sie sich selbst in Reihe und Glied legten und den Schuss abgewartet haben. …Wenn die Opfer durch die Wege zur Schlucht kamen und im letzten Augenblick das grauenvolle Bild sahen, stießen sie Entsetzensschreie aus. Aber im nächsten Augenblick wurden sie schon ….umgerissen und zu den anderen gelegt. Die Nachfolgenden konnten dieses entsetzliche Bild nicht gleich sehen, weil es um eine Ecke ging.“ Man schüttete in den folgenden Tagen die Leichen mit Erde zu ,dazu wurde ein Pioniereinheit der Wehrmacht beauftragt. Danach sprengte man die Wände der Schlucht .In der Ereignisbericht der SS hieß es: „Die gegen Juden durchgeführte, Umsiedlungsmaßnahme hat durchaus die Zustimmung der Bevölkerung gefunden. dass die Juden tatsächlich liquidiert wurden, ist bisher kaum bekannt geworden,würde auch nach den bisherigen Erfahrungen kaum auf Ablehnung stoßen .Von der Wehrmacht wurden die
durchgeführten Maßnahmen ebenfalls gutgeheißen.“

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30 SEPTEMBER

Himmler fliegt in die Ukraine

OKTOBER

SS Brigardeführer Globocnik ehemaliger Gauleiter von Wien, und 1942 zur Zentralinstanz der „Aktion Reinhardt“ beförderter Oberaufseher über Belcek, Sobibor, Majdanek, Treblinka, lässt 500 Juden aus Lublin auf einen stillgelegte Flughafen transportieren. Diese Menschen mussten dort mehrere sechs Kubikmeter fassende Gruben ausheben. Dann gab man jeweils zehn Häftlinge den Befehl sich zu entkleiden. Die Menschen mussten sich nun in die Gruben legen, die mit Stroh ausgelegt waren, – Kopf an Fuß, Kopf an Fuß. Dann warfen die Männe der Einsatzgruppe aus sicheren Abstand Handgranaten in die Gruben. Die Leichenreste wurden mit Kalk bestreut, und eine neue Lage Stroh wurde
darübergelegt. Dann kamen die nächsten Opfer. Dieser Vorgang wiederholte sich bis alle 500 Häftlinge getötet waren. Alternativ zu Massenerschießungen soll Globocniks Methode über Jahre praktiziert worden sein.

§

Anweisung des RSHA wer in der Öffentlichkeit gegenüber Juden Freundlichkeit zeigt, dem drohen bis zu drei Monate Konzentrationslager, der oder die Juden
werden auf jeden Fall deportiert

Ein jüdischer Mann wird bewacht durch SA Männer durch die Straßen getrieben. Auf dieser Tafel konnte man lesen

„Ich werde mich nie wieder bei der Polizei beschweren“

ENDE SEPTEMBER – ANFANG OKTOBER

Auch Heinrich Himmlers „Zögling“ Dr Otto Ohlendorf musste ungefähr zur selben Zeit Erschießungen von 8000 Juden und Bolschewisten in Nikolajew mit der SS Einsatzgruppe D durchführen. Zum Dank beförderte er Ohlendorf in den Rang eines SS Oberführers. Ohlendorf selbst wurde im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess beschuldigt mit seiner „Einsatzgruppe D“ 90 000 Menschen erschossen zu haben, er wurde nach dem Krieg zum Tod durch den Strang verurteilt. Auch mit der Einsatzgruppe D nahm Himmler zu dieser Zeit Kontakt auf, kurz nach seinem Besuch dort beginnt die Einsatzgruppe auch Frauen und Kinder zu erschießen.

2 OKTOBER

Himmler trifft Jeckeln in Kiew. Wahrscheinlich stehen die Erschießungen in der Schlucht von Babi Jar im Mittelpunkt der Gespräche und das weitere Vorgehen der Einsatzgruppen. Dann begibt sich Himmler nach Kriwoj Rog für drei Tage, um der Einsatzgruppe 6 einen Besuch abzustatten.

Dieser Tag ist ein Schlüsseltag für den Ostfeldzug und somit für das Großreich selbst. Es beginnt nun die letzte große Offensive der Deutschen Wehrmacht im Osten 1941
Nach dem man Mitte August eine Operation eingeleitet hatte, die den Schwerpunkt der deutschen Angriffe auf die Ukraine und Kiev gelenkt hatte, sah man sich nun unter Zeitdruck genötigt den letzten durchschlagenden Angriff auf Moskau zu führen und den Krieg Siegreich für Nazideutschland zu beenden. Diese Operation „TAIFUN“ sollte der letzte Schlag gegen die sowjetischen Truppen sein, der Siegesmarsch über den Bolschewismus. Es ist ein Entscheidender Moment auch für die Judenfrage, denn mit dem Sieg oder Scheitern dieser Operation verbanden sich zu jenem Zeitpunkt mögliche „Siedlungspläne“  in Russland für die Juden Europas. Militärisch ist der schnelle Sieg, eine wesentliche Vorausetzung für die nationalsozialistischen Führer um dem Wettrüsten im Westen entgegen zu treten. Die russische Rohstofffrage ist hier ein wesentlicher Faktor.
Doch auf halben Weg nach Moskau wird man nicht nur im Schlamm eines verregneten russischen Herbstes festsitzen, sondern vorallem wird sich die Müdigkeit und Ausgelaugtheit der Heeresgruppen zeigen, die teilweise mehr als tausend Kilometer zu Fuss durch Sowjetrussland marschiert waren. Die Wehrmacht war an die Grenzen ihrer Kräfte gelangt, und dem Vorstoss fehlte schon Mitte Oktober jede Durchschlagskraft.

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3 OKTOBER

Operation „Taifun“ beginnt

Hitler hält seine alljährliche Rede vor dem Winterhilfswerk Auch in dieser Rede wird er einmal mehr erkennen, dass das „Internationale Weltjudentum“ schuld sei an der Unmöglichkeit einer Völkerverständigung. Und so manche Zeitung wird Hitler nicht nur als Retter des Deutschen Volkes feiern, nein Hitler sei vielmehr der Retter der gesamten Kulturmenscheit überhaupt. Auch redet er hier sehr offen über den „bestialischen Feind Russe“ der nicht nur ganz Deutschland vernichten will, sondern ganz Europa. Als Ursache allen Übels erkennt er einmal mehr das Weltjudentum, dass sich nicht nur hinter dem kapitalistischen System verstecke nein seine niederträchtigste Form im Bolschewismus findet.

Die letzte Chance im Jahr 41 die Entscheidung im Osten herbeizuführen, deshalb titelt die Zeitung hier ADOLF HITLER BEAUFTRAGTER DES SCHICKSALS – darunter -Seine Voraussicht hat die gesamte Kulturmenschheit vor dem Untergang bewahrt


Hans Krüger

12 OKTOBER – ERSCHIESSUNG IN STANISLAWOW

Stanislawow in Südgalizien. Hans Krüger der dortige Chef der Sicherheitspolizeitreibt alle Juden der Stadt auf den Friedhof. Der erste Schub von 1000 jüdischenMenschen wurde durch die Tore zu Gruben geführt. Dort mussten sie sich ausziehen und wurden erschossen. Neben den Gruben gab es Tische mit Essen und Wodka für seineukrainischen Hilfstruppen, und volksdeutscher Freiwilligen. Man muss sich eineSchlange vorstellen die vom Ortskern sich langsam bis zum Friedhof bewegt,steht, oder nachrückt. Er selbst wird beschrieben geht manchmal durch mit einem„Wurstbrot“ und einer „Flasche Wodka“ in der anderen Hand. Manchmal bricht Panik bei den Menschen aus. Familien stürzen sich gemeinsam in die Gruben manche werden schlecht getroffen lebendig begraben. Andere versuchen zu fliehen, versuchen über die Friedhofsmauer zu kommen, werden „niedergemäht“. Am Abend als es dunkel wird, meinte Krüger zu den verbliebenen Juden etwa folgendes, „sie könnten gehen der Führer hätte sie begnadigt“. 10 000-12 000 Menschen wurden an diesem Tag erschossen Alte,  Männer, Frauen, Kinder, Kranke. Der Rest wurde in ein Ghetto gepfercht.

„Das Ausheben der Gruben nimmt den größten Teil der Zeit in Anspruch, während das Erschießen selbst sehr schnell geht (100 Mann 40 Minuten) … Anfangs waren meine Soldaten nicht beeindruckt. Am 2 Tage machte sich jedoch schon bemerkbar, dass der eine oder andere nicht die Nerven besitzt, auf längere Zeit eine Erschießung durchzuführen. Mein persönlicher Eindruck ist ,das man während der Erschießung keine seelischen Hemmungen bekommt. Diese stellen sich jedoch ein, wenn man nach Tagen Abends darüber nachdenkt.“  Oberleutnant Walther über eine Erschießung bei Belgrad.

GHETTO-LODZ

Die Deportationen aus dem Altreich gehen weiter, zwischen Oktober 41 und Februar 42 werden 58 000 Juden in verschiedene Gebiete deportiert auch nach Lodz und
nach Minsk wie Riga. Die Deportationszüge kommen aus Berlin, Hamburg, Hannover, Dortmund, Münster, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, Kassel, Stuttgart, Nürnberg, München, Breslau, der Ostmark von wo die Transporte von Wien ausgingen und dem Protektorat Böhmen und Mähren aus Prag. Man teilt sie auf, das Problem der „Überlastung“ der Ghettos ist überall gleich. Die Erschießungen können nicht so schnell durchgeführt werden wie es notwendig wäre um die erforderlichen Platz freizumachen um die Deportationen weiter im vollem Umfang zu gewährleisten. Selbst die Methoden eines Globocnik der Tausende Menschen mit Handgranaten sprengte reichen nicht um die erforderlichen Kapazitäten eines Raumgewinnes in den Ghettos zu erzielen. Die Möglichkeit der Vergasung ist noch in der Probezeit Anlagen zur Tötung ganzer Massen an Menschen exestieren noch nicht.

DIE DEPORTATION – AUS DEM REICH UND DEM PROTEKTORAT

Zuerst wurden die zuständigen jüdischen Gemeindestellen informiert. Die örtliche Gestapostelle erhielt vom Kreisbüro der Reichsvereinigung die Namensliste und entschied wer deportiert werden soll. Jene die „ausreisen“ mussten erhielten eine Nummer und wurden von der Reichsvereinigung oder der Gestapo selbst informiert. Man erörterte Vermögenswerte, Wohnungsangelegenheiten, offene Rechnungen dann erläuterte man mit den zu Deportierenden, wie viel Geld sie mitnehmen, wie viel Gepäck (bis zu 50 Kilo) die Menge des Reiseproviants, (für 3-5 Tage) sowie den Tag der Deportation von nun an war es ihnen behördlich verboten die Wohnung bis zum Abtransport zu verlassen

Hier jüdische Menschen an der „Sammelstelle“ vor ihrer Deportation nach Auschwitz in den Niederlanden 1944 Nichts deutet hier auf etwas verbrecherisches hin, auch viele Nazimörder hatten gelernt dass man mit Ruhe u Normalität ohne Schwierigkeiten ans Ziel kommt Diese Szenen wurden von den Nazis selbst gedreht ein Film als Sinnbild für das „stille“ verschwinden hunderttausender Menschen

Am Tag des Abtransportes werden die Menschen von Männern der Schutzpolizei gesammelt zu Wartegebieten geführt wo sie oft tagelang warten mussten bis man sie zu dem Bahnhof brachte, oder sie wurden gleich dorthin verbracht. Die jüdischen Menschen weinen oft. Teilweise werden sie am helllichten Tag transportiert, was zur Folge hat dass sich immer wieder Menschen um die Lastwägen oder auch Straßenbahnen versammeln um diesen Treiben ihren Beifall zu zollen. Viele töten sich selbst vor dem Abtransport andere tauchen unter. Erster Transport aus der Heimatstadt der Bewegung – München am 20 November 1941

„Wir wurden zum Umschlagplatz geführt. Zu diesem hundertfach verfluchten Platz, der mit Blut und Tränen getränkt war und erfüllt vom kreischen der
Lokomotiven, die hunderttausende Juden von hier aus zur Endstation ihres Lebens brachten.“

„Wasser“ mit etwas Kartoffeln, im Ghetto von Lodz ist dies eine volle Mahlzeit, viele bekommen nicht einmal das. Wer Beziehungen hat überlebt.

Nachdem Transporte aus Wien, Prag und deutschen Juden aus Luxemburg im Lager angekommen waren und auf Grund des enormen Zuwachses an Menschen und den geringen Lebensmitteln stiegen die Preise für Brot, 12-13 RM. Socken die vorher 70 Pfennig kosteten waren nun auf 2 Rm gestiegen. Die Neuankömmlinge klagen schnell über
Hunger. Sie begreifen dass Lebensmittel das kostbarste sind im Ghetto, sie verkaufen ihre Habseligkeiten und kaufen dafür Essen, dies führt zu astronomischen Preisen bei Lebensmittel. Auch Deutsche die ins Ghetto kommen machen unglaubliche Gewinne für ein Pfund Brot erhalten sie oft einen Koffer mit Wertsachen.

Lucille Eichengreen kam im Oktober 41 nach Lodz sie waren Hamburger Juden „Wir sahen die Abwässer im Rinnstein fließen …Wir sahen beiläufig alte Häuser, wir sahen ein Viertel, das einem Slum ähnelte…..Wir hatten zwar alle noch keine Slums kennengelernt, aber wir nahmen das an. Wir sahen die Menschen im Ghetto, und sie wirkten müde, erschöpft, und sie beachteten uns nicht. Wir wussten nicht, was für ein Ort das war. Das alles schien uns vollkommen sinnlos“ Als Lucille ankam war das Ghetto schon seit 18 Monaten von der Außenwelt abgetrennt. Im Laufe der Zeit sollten im Ghetto Lodz 20% der Bevölkerung an Unterernährung Krankheit und Mord sterben es lebten dort 164 000 Menschen auf 4 Quadratkilometern zusammen gepfercht.

Im Ghetto von Lodz gab es zu Anfangs keine Möglichkeit Geld zu verdienen, erst später gab es auch die Möglichkeit zu arbeiten. Die Devise die zuerst lautete
die Juden in Lodz aushungern zu lassen um an ihr Vermögen zu gelangen begann sich 1940 zu ändern. Die Menschen starben nun vermehrt an Unterernährung es gab
also nichts mehr das man ihnen an Vermögen wegnehmen konnte. Hans Biebow der Leiter der Ghettoverwaltung, war dafür nun Werkstätten zu gründen, auch gegen die
Einwände anderer Nationalsozialisten wie seinen eigenen Stellvertreter Alexander Palfinger, der eher dazu neigte die Juden weiter aushungern und verhungern zu
lassen, um vielleicht noch Vermögen erpressen zu können. So wurden im Laufe der Zeit Werkstätten geschaffen bis zum Ende des Ghettos sollten es fast hundert werden. Man spezialisierte sich auf Textilherstellung Chaim Rumkowski der Vorsitzende des Ältestenrates hatte zunehmend freie Hand innerhalb des Ghettos. Ihm und dem Ältestenrat unterstanden die Werkstätten auch die Ghettopolizei und weitere andere Aufgaben. Für die Arbeiter gab es Sonderrationen an Nahrungsmittel, es gab dafür spezielle Geschäfte in denen eingekauft werden konnte, dies führte dazu das einige im Ghetto jene die es sich gut mit Rumkovsky stellten gut versorgt wurden, anderen wiederherum erging es sehr schlecht. Es kam auch schnell zu Problemen zwischen deutschen und polnischen Juden, da die Deutschen gut gekleidet meist aus anderen Gesellschaftsschichten stammten und sich für etwas besseres hielten, es auch sprachliche Barrieren gab. Es wurde den deutschen Juden schnell klar dass, sie um zu überleben nicht nur ihr eigenes Hab und Gut gegen Lebensmittel eintauschen mussten sondern dass zu einem Überleben innerhalb des Ghettos unbedingt notwendig war an Arbeit zu gelangen. Das größte Problem meint Lucille Eichengreen, war für die deutschen Juden „Beziehungen“  . Es war ein korruptes System das kein Außenseitertum zuließ. Hilfst du mir Helf ich dir-Sie versuchte ihre Schwester in einem Hutproduktion unterzubringen, es schien ihr schlicht unmöglich, da der Direktor dieser
Fabrikation sofort fragte was er dafür bekäme?

Im Oktober 41 wurde das Lager Birkenau (Lager II) geplant, und es wurde ein zweites Krematorium in die Planung gleich einbezogen. Das Erste war im Hauptlager. Es
wurden auch Erneuerungen ein Lüftungssystem mitgeplant. Es sollte möglicherweise auch eine Gaskammer eingebaut umgewandelt werden können.

Am 13 Oktober treffen Himmler, Heydrich, Krüger und Globocnik zusammen, es wird
vermutet dass es in diesem Gespräch auch um die Errichtung des Vernichtungslagers Belsec ging oder sogar der Befehl zum Bau dieser erging.

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17.OKT DER AUFSTAND AM BALKAN

Dr. Turner aus dem Auswärtigen Amt schreibt an den Höheren SS und Polizeiführer Hildebrandt „… dass hier der Teufel los ist, weisst Du ja wohl. Es sind erhebliche Truppenvermehrungen hergekommen, die sich nun an das Aufräumen heranmachen, was aber mit den nötigen Schwierigkeiten verknüpft ist. Denn nach den leninschen Anweisungen über die Aufstandsmethoden haben sich Zweier- und Dreierkolonnen in der nötigen Menge gebildet, um überall mit Mord, Sabotageakten und ähnlichem vorzugehen, was natürlich schwer zu greifen ist. Vor 5 Wochen ungefähr hatte ich bereits die ersten von 600 an die Wand gestellt. Seitdem haben wir bei einerAufräumungs – aktion etwa wieder 2000 umgelegt, bei einer weiteren wieder etwa 1000 und zwischendurch habe ich dann in den letzten 6 Tagen 2000 Juden und 200 Zigeuner erschiessen lassen nach der Quote 1:100 für bestialisch hingemordete deutsche Soldaten, und weitere 2200, ebenfalls fast nur Juden, werden in den nächsten 8 Tagen erschossen. Eine schöne Arbeit ist das nicht. Aber immerhin muss es sein, um einmal den Leuten klar zu machen, was es heisst, einen deutschen Soldaten überhaupt nur anzugreifen und zum anderen löst sich die Judenfrage auf diese Weise am schnellsten.“ (Anl.Bd.II 1-3, Bl.96-99).

17 OKTOBER

SS Brigardeführer Odilio GLOBOCNIK ladet zu einem Treffen der politischen Kräfte und Vertreter Polens nach Lublin. Es kommen Hans Frank Generalgouvernement, Ernst Zörner der Gouverneur Lublins, sein Amtschef Wilhelm Engler, Staatssekretär Boepples Stellvertreter. Auf der Tagesordnung steht unteranderem die „Judenfrage“. Man koordiniert weitere Vorgehensweisen und kommt zu dem Schluss „Die Juden sollen bis auf unentbehrliche Handwerker und dergleichen aus Lublin evakuiert werden . Zunächst werden 1000 Juden über den Bug überstellt werden. Den Vollzug übernimmt der SS und Polizeiführer. Die Auswahl der zu evakuierenden Juden erfolgt durch
den Stadthauptmann.“

18 OKTOBER
Himmler notiert in seinen Dienstkalender nach einem Telefongespräch mit Heydrich: Keine Auswanderung der Juden nach Übersee. Nun an diesem Tag beginnen auch die großen Deportationen aus dem Reichsgebiet. Gleichzeitig beginnt man in den Ghettos mit Tötungen um Raum für die Deportationen aus dem Reich zu schaffen.
Auch beginnt man kleiner Ghettos aufzulösen und zusammenzulegen.

18/19 OKTOBER

Das Ghetto von Mogiliew wird aufgelöst

22 OKTOBER

Im Arbeitslager Mogilew werden vor Himmlers Besuch 279 Menschen
erschossen.

23 OKTOBER

Nach der Anordnung Himmlers zu der Beendigung der jüdischen legalen Auswanderung aus dem Reich informiert Heinrich Müller Chef der geheimen Staatspolizei (GESTAPA)
seine Gestapostellen über diese Maßnahme mit den Worten „im Hinblick auf die bevorstehende Endlösung der Judenfrage“ Göbbels Beschluss ist es natürlich den eigentlichen Plan der Nationalsozialisten, vor der Weltöffentlichkeit geheim zu halten. Die lapidare Erklärung an die Auslandskorrespodenten lautet daher: dass es sich um eine kriegswirtschaftliche Maßnahme handelt, über die nicht berichtet wird[…]Die Juden kommen in kein Lager, weder in ein Konzentrationslager, noch in ein Gefängnis. Sie werden individuell behandelt. Wohin sie kommen, kann aus kriegswirtschaftlichen Gründen nicht gesagt werden. Den Inlandskorrespndenten ordnete Göbbels an , überhaupt nicht über die Deportationen zu berichten.

24 OKTOBER

Göbbels notierte an diesem 24 Oktober über die ersten Deportationen aus Berlin und dem Reich: Die Juden wenden sich in anonymen Briefen hilfedsuchend an die Auslandspresse, und es sickern auch in der Tat einige Nachrichten davon ins Ausland durch. Ich verbiete weitere Informationen darüber für die Auslandskorrespondenten. Trotzdem wird es nicht zu verhindern sein, dass das Thema in den nächsten Tagen weitergesponnen wird. Daran ist nichts zu ändern. Wenn es auch im Augenblick etwas unangenehm ist, diese Frage vor einer breiten Weltöffentlichkeit erörtertzu sehen, so muss man diesen Nachteil schon in Kauf nehmen . Hauptsache ist, dass die Reichshauptstagt judenrein gemacht wird […]

Der Chef der Ordnungspolizei Daluege meldet am 24 Oktober:

SCHNELLBRIEF

BETR:Evakuierungen von Juden aus dem Altreich und dem Protektorat

1. In der Zeit vom 1 November bis 4 Dezember 1941 werden durch die Sicherheitspolizei aus dem Altreich, der Ostmark und dem Protektorat Böhmen und Mähren 50.000 Juden
nach dem Osten in die Gegend um Riga und um Minsk abgeschoben. Die Aussiedlungen erfolgen in Transportzügen werden in Berlin, Hamburg, Hannover, Dortmund, Münster, Düsseldorf, Köln, Frankfurt/M, Kassel, Stuttgart, Nürnberg, München, Wien, Breslau, Prag und Brünn zusammengestellt.
2. Auf Grund der Vereinbarungen mit dem Chef der Sicherheitspolizei und des SD übernimmtdie Ordnungspolizei die Überwachung der Transportzüge durch Gestellung von Begleitkommandos in der Stärke von je 1/12. Einzelheiten sind mit den zuständigen Dienststellen des SD zu besprechen. Die Aufgabe der Begleitkommandos ist nach der ordnungsgemäßen Übergabe der Transporte an die zuständigen Stellen der Sicherheitspolizei in den Bestimmungsorten erledigt. Sie kehren dann unverzüglich zu ihren Heimatdienststellen zurück.
3.Die durch die Gestellungen der Begleitkommandos entstehenden Kosten trägt der Chef der Sicherheitspolizei
Die Kostenaufstellung der Polizeiverwaltungen sind nach Be – endigung der Transporte zur Abrechnung an den Chef der Sicherheitspolizei einzureichen.

gez. DALUEGE [Chef der Ordnungspolizei]

Spanische Juden (im deutschen Einflussgebiet) werden an Spanien nicht ausgeliefert diese 2000 Juden werden von den Nazis deportiert, mit dem Hinweis Spanien könne nicht für die nötige Bewachung der nach Marokko auszuliefernden Juden sorgen. Eine direkte Weisung Heydrichs.

Himmler trifft indessen an diesem Tag im Zwangsarbeiterlager Mogiliev ein. Auch hier entstehen Pläne zum Ausbau des Lagers. Am selben Tag Himmler fährt zur Inspektion nach Smolensk.

25 OKTOBER

Himmler trifft zurück in seinem Hauptquartier Globocnik. Am Abend begibt er sich mit Heydrich zu einer Unterredung zu Hitler. Jener erinnert bei diesem Gespräch erneut an seine Prophezeiung von 30 Januar 39. Jetzt da der Weltkrieg immer mehr Realität annimmt erklärt sich Hitler abermals über das Judenthema:
„Diese Verbrecherrasse hat die Millionen Toten des Weltkrieges auf dem Gewissen,  jetzt wieder Hunderttausende. Sag mir Keiner, wir können sie doch nicht in den
Morast schicken!Wer kümmert sich denn um unsere Menschen ? Es ist gut, wenn uns der Schrecken vorangeht, daß wir das Judentum ausrotten. Der Versuch einen Judenstaat zu gründen, wird ein Fehlschlag sein.“

Erhard Wetzel aus Alfred Rosenbergs Ostministerium schreibt an diesem Tag einen Brief an die Reichskommissar des Ostlands Lohse, in dem er den Vorschlag macht
T4 Personal für die Tötung der Juden durch Gas einzusetzen.

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Carl Zenner, Hinrich Lohse, Wilhelm Kube

Betr. Lösung der Judenfrage

An den

Reichskommissar für das Ostland

Betr. Ihren Bericht vom 4.10.1941 bezüglich Lösung der Judenfrage

Unter Bezugnahme auf mein Schreiben vom 18.Okt.1941 teile ich Ihnen mit, daß sich Oberdienstleiter Brack von der Kanzlei des Führers
bereit erklärt hat, bei der Herstellung der erforderlichen Unterkünfte sowie der Vergasungsapperate mitzuwirken. Zur Zeit sind die in Betracht kommenden Apparate in genügender Anzahl nicht vorhanden, sie müssen erst hergestellt werden.Da nach Auffassung Bracks die Herstellung der Apparate im Reich viel größere Schwierigkeiten bereitet als an Ort und Stelle, hält es Brack für am Zweckmäßigsten, wenn er umgehend seine Leute, insbesondere seinen Chemiker Dr Kallmeyer, nach Riga sendet,der dort alles Weitere veranlassen wird. Oberdienstleiter Brack weist darauf hin, daß das in Betracht kommende Verfahren nicht ungefährlich ist, so daß besondere Schutzmaßnahmen erforderlicvh seinen. Unter diesen Umständen bitte ich Sie, sich über ihren höheren SS- und Polizeiführer an Oberdienstleiter Brack in der Kanzlei des Führers zu wenden und um die Entsendung des Chemikers Dr Kallmeyer sowie weiter Hilfskräfte zu bitten. Ich darf darauf hinweisen, daß Sturmbannführer Eichmann, der Sachbearbeiter für Judenfragen im Reichsicherheitshauptamt, mit diesem Verfahren einverstanden ist. Nach Mitteilungen von Sturmbannführer Eichmann sollen in Riga und in Minsk Lager für Juden geschaffen werden, in die evt.auch Juden aus dem Altreichsgebiet kommen.Es werden zur Zeit Juden aus dem Altreich evakuiert, die nach Litzmannstadt, aber auch nach anderen Lagern kommen sollen, um dann später im Osten, soweit arbeitsfähig, in Arbeitseinsatz zu kommen.Nach Sachlage bestehen keine Bedenken, wenn diejenigen Juden, die nicht arbeitsfähig sind, mit den Brackschen Hilfsmitteln beseitigt werden. Auf diese Weise dürften dann auch Vorgänge, wie sie sich bei Erschießungen in Wilna nach einem mir vorliegenden Bericht ergaben, und die auch im Hinblick darauf, daß die Erschießungen öffentlich vorgenommen wurden, kaum gebilligt werden können, nicht mehr möglich sein.Die Arbeitsfähigen dagegen werden zum Arbeitseinsatz nach Osten abtransportiert. Daß bei den arbeitsfähigen Juden Männer und Frauen getrennt zu halten sind, dürfte selbstverständlich sein.Über ihre weiteren Maßnahmen erbitte ich Bericht.

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HIMMLER   HITLER   DEPORTATIONEN   ENDLÖSUNG DER JUDENFRAGE

SS / SD    GENERALSTABSPLAN OST   ALLE KATEGORIEN  KAPITEL 1941

27 OKTOBER

Der Völkische Beobachter titelte unter Anweisung des Propagandaministeriums: Sie gruben sich selbst ein Grab ! Jüdische Kriegshetzter besiegelten Judas Schicksal Dabei vergaß man nicht Hitlers Prophezeiung vom 30 Januar 1939 in vollem Wortlaut zu zitieren um dann darauf hinzuweisen: was der Führer damals seherischen Geistes verkündete, erfüllt sich heute. Der von Juden geschürte Rachekrieg gegen Deutschland rächt sich nun an den Juden selbst. Die Juden müssen nun den Weg gehen, den sie sich selbst bereitete haben

Genickschuss für einen Zivilisten (Winniza Ukraine)

28 OKTOBER

IM Ghetto Kaunas kommt es zu ersten umfangreichen Selektionen,bei der „GROSSEN AKTION“ werden 10 000 Juden selektiert und am Rande der Stadt im Fort IX
erschossen

STICHTAG- 31 OKTOBER

Das Wannseeprotokoll aus dem Jänner 1942 gibt einen Stichtag 31.10.1941 an . Die jüdischen Menschen sind nun weitgehenst durch rechtliche Maßnahmen „festgesetzt“
weder ist es ihnen möglich den Kontinent auf legalem Wege zu verlasssen noch ist es ihnen ab jetzt möglich ihre Heimatstadt, oder auch nur ihren Wohnsitz zu verlassen. Mit der öffentlichen Kennzeichnung besitzen sie auch keine Möglichkeit mehr in der anonymität des Volkes abzutauchen. Auf jeden Verstoß gegen diese Rechtsvorschriften stehen schwere Strafen die mit einem Todesurteil gleich zu setzten sind.Die Deportationen inden „Osten“ und für die meisten in den Tod hatten schon einige Wochen zuvor begonnen In der Wannseekonferenz wird man jenen selektiven Massenmord koordinieren der ab diesem Stichtag 31.10.41 rückwirkend als ein Stichtag bezeichnet wird bis zu dem man alle LEGALEN Möglichkeiten einer“Judenauswanderung“ ausgeschöpft hat.Die Maßnahmen die nun folgen sind also selbst in den Augen der schlimmsten Nazimörder illegal und wären von jedem Nationalsozialistischen Gericht
zu verurteilen gewesen.

GHETTO MINSK-NOVEMBER

Auf Grund der groß angelegten Deportationen aus dem Reich und der Juden aus dem sowjetischen Gebiet in das Ghetto von Minsk, beginnt man nun Erschießungen jüdischer Menschen einzuleiten. In Zuge dieser ersten „Säuberungen“ im Minsker Ghetto werden etwa 6000 Juden ermordet. Mancher Schätzungen gehen dabei sogar von etwa 12 000 erschossenen jüdischen Menschen aus. Für die aus dem Altreich eintreffenden Juden wird ein „Sonderghetto“ geschaffen Wenige Monate später sollte man auf Grund der starken Deportationen ins Minsker Ghetto viele der Juden aus dem Reich und Protektorat Böhmen und Mähren direkt in das Vernichtungslager Maly Trostinez  das etwa 12 Kilometer südöstlich von Minsk gebaut wurde umlenken.

1 NOVEMBER

Die Bauarbeiten für das erste Vernichtungslager in BELCEK
beginnen

§ – 4 NOVEMBER

Arbeitsgesetz wird beschlossen, für Juden gibt es minimalste Löhne, keine Sozial oder Arbeitslosenunterstützung, hohe Sozial und Einkommensteuer oft mehr als die Hälfte des Lohns. Weiters ist „der Jude “ ohne Grund kündbar es gibt sie also so gut wie keine Rechte

5 NOVEMBER

Ott wird von den Japanern gefragt ob es im Falle eines Krieges mit der USA, Nazideutschland Unterstützung hätte oder ob es einen Sonderfrieden schließt.!

7 NOVEMBER

Goebbels Tagebucheintragung berichtet uns :

„… am Abend des 7 November 1941 kommt noch die etwas peinliche Nachricht, dass der Schauspieler Joachim Gottschalk, der mit einer Jüdin verheiratet war, mit Frau und Kind Selbstmord begangen hat ich sorge gleich dafür,dass dieser menschlich bedauerliche, sachlich fast unabwendbare Fall nicht zu einer alarmierenden Gerüchtebildung genützt wird.“

8 NOVEMBER

ANSPRACHE FÜR DIE ALTEN KÄMPFER

Zu diesem Zeitpunkt ist für Hitler der Weltkrieg eine naheliegende Realität . Japan wird bald im Krieg mit den USA stehen. Mehrmals erkundigten sich die Japaner wie Deutschland reagieren würde wenn dieser Fall eintreten sollte. Für Deutschland als Mitglied des Dreimächtepaktes gibt es keine andere Möglichkeit als an Japans Seite in den Westkrieg einzutreten. Für Nazideutschland ist der katastrophale Ostfeldzug eine schwere Belastung. Der von Hitler schon für tot ausgerufene russische Widerstand hat gerade erst begonnen sich zu entfalten. Für Hitler ist dies das schlimmste was Deutschland passieren konnte Die Chancen den Krieg im Osten wie einen im Westen erfolgreich zu beenden sind unrealistisch. Dies Tatsache fordert Hitlers Zorn heraus, eine Situation die wie immer seinen Antisemitismus in ungeahnte Höhen reifen lässt. Nun Angesichts des Debakels auf Russlands Schlachtfeldern, ist wieder einmal das Weltjudentum der allerschlimmste „Deutschlandhasser“ und Weltverschwörer und unter dessen fatalen Einfluss die ganze Welt nicht einsehen will dass das arme Großreich nur mordend und plündernd in der Sowjetunion steht weil es Europa vor dem Bolschewismus beschützen will und nicht im Zuge eines „!Generalstabsplan Ost“ in dem man Tausende Kilometer sowjetischen Gebietes einfach annektieren möchte um ein tausendjähriges Reich zu formen. In Hitlers Reden rollt nun eine Hasstirade nach der anderen, so kommt er auch in der alljährlichen Rede vor seinen alten Weggefährten den „Alten Kämpfern“ wieder auf jenes Thema dass einst die Nationalsozialistische Bewegung geformt hatte und dessen Antijudaismus jeher das Zentrum dieser Bewegung war.

„…daß hinter diesem Krieg als letzter derjenige Brandstifter zu suchen ist ,der immer von den Händeln der Nationen gelebt hat DER INTERNATIONALE JUDE. Ich wäre kein Nationalsozialist mehr gewesen ,wenn Ich mich von dieser Erkenntnis je entfernt hätte .“ Wie derein großer Jude [Disraeli] gesagt habe sei die „Rassenfrage“ der Schlüssel zur Weltgeschichte, und so habe er „…Diese Juden als die Weltbrandstifter kennengelernt.“ Dann wettert er gegen Film, Radio Theater jene Mittel und Methoden der Juden welche die Nationen verjpgten um sie in einen Krieg zu treiben an dem Kapitalisten und demokratische Politiker an den Rüstungsaktien verdienen würden. In Deutschland so verlautbarte Hitler hätte man diese Koalitionen ausradiert an deren Spitze Juden standen „Was war verständlicher als daß eines Tages diese Macht gegen uns antreten würde ,die diesen Geist als klarsten Herrscher besitzt: DIE SOWJETUNION ,die nun einmal der größte Diener des Judentums ist .“ Dann die Bekräftigung:“Organisation jüdischer Kommissare  jene seien Sklavenhalter, Herrscher über eine breite Masse Untermenschen . Hitler weiter „Man hat vergessen, daß es ja die Träger einer bewussten nationalen Einsicht gar nicht mehr gibt, daß letzten Endes der Mann, der vorübergehend der Herr dieses Staates wurde, nichts anderes ist, als ein Instrument in der Hand dieses allmächtigen Judentums, und daß,wenn Stalin auf der Bühne vor dem Vorhang sichtbar ist ,hinter ihm jedenfalls Kaganowitsch [Stalins jüdischer Schwiegervater] und alle diejenigen Juden stehen, die dieses gewaltige Reich führen.“ Dann der Hinweis auf die Tragweite seiner Erkenntnisse und des momentanen Geschehens „Dieser Kampf ist nun, meine alten Parteigenossen, ein Kampf wirklich nicht nur für Deutschland sondern für ganz Europa, ein Kampf um Sein oder Nichtsein „Dann kommt Hitler der Militärischen Lage über Umwege näher, in dem er die alten Kampfgefährten an die Zeit von 1918 erinnert und an den „Dolchstoss“ den Deutschland erhalten hatte, worauf er ausruft

„ALLES IST MÖGLICH NUR NICHT DIE KAPITULATION DEUTSCHLANDS „

DOLCHSTOSS =(Revolution November 1918 die in rechten Kreisen als Schuld der Niederlage des Kaiserreiches im ersten Weltkrieg betrachtet wurde und heute noch wird
Als Bolschewistische Revolution ist sie somit jüdische Schuld )

8 NOVEMBER

In Minsk trifft der erste Transport aus dem Reichsgebiet ein

9 NOVEMBER

das Tagebuch Viktor Klemperers vermerkt:
Die Verschickungen nach Polen nehmen ihren Fortgang, überall unter den Juden tiefste Depression. Ich traf am Lehrerseminar in der Teplitzer Straße Neumanns,die sonst tapfer optimistische Leute waren ganz am Boden, erwogen Selbstmord. Ihnen hatte sich eben die Möglichkeit aufgetan, nach Kuba zu kommen, da trat die absolute Emigrationssperre ein. In Berlin beging der Onkel Frau Neumanns,Kätchen Finks älterer Bruder,ein tiefer Sechziger, mit seiner Frau Selbstmord, als sie abtransportiert werden sollten. Er möchte lieber tot sein und seine Frau tot wissen, sagte mir Neumann ehe er Sie „verlaust beim Aufbau von Minsk“ sehe. Frau Neumann, in Tränen: „Wir besprachen gerade wo man sich Veronal beschaffen könne“…Ich rüttle an ihnen mi so schönen Worten dass ich selber davon ganz erbaut war. Fünf Minuten vor Zwölf…unsere besondere Tapferkeit… Minsk aufzubauen könne nicht uninteressant sein,etc. Sie sagten es sei eine wohltat mir zuzuhören, ich sei ihnen von Gott gesandt. Sie sollen nächsten Sonnabend unsere Gäste sein… Frau Voß leidet jetzt viel an Herzanfällen,sie ist ihres Hauses halber Erpressungsversuchen ausgesetzt. Die jüngste Drohung von Estreicher übermittelt,hieß „Wir könne sie binnen drei Tagen ins polnische Ghetto und in den Arbeitsdienst bringen“. Seit dem 19 September, dem Tag, da der Davidstern aufging, haben Kreidl senior und Dr Friedheim das haus nicht mehr verlassen. Bei Friedheim ist es eigener Wille, bei Kreidl wahrscheinlich Wille der arische Frau, die nicht kompromittiert sein mag. Bei gutem Wetter sind beide Männer im Garten tätig jetzt schon eine ganze Weile eingeschlossen. Sie müssen verrückt werden,und man spürt ihre Gespanntheit.“

GHETTO RIGA 12 NOVEMBER

Himmler befiehlt dem HSSPF Ostland Jeckeln die etwa 30 000 Juden im Rigaer Ghetto zu ermorden..Natürlich kommt es zuerst zu einer Selektion, dann treibt man sie
zu ausgehobenen Gruben dort müssen sie ihre Koffer ablegen ,ihr Gewand ablegen , viele legen sich an den Rand der Gruben oder stellen sich dort hin. Einige
machen es den Schergen leicht und legen sich gleich auf die vorher Erschossenen. Mit einem gezielten Schuss aus zwei Meter Entfernung werden sie getötet. Das
geht den ganzen Tag. Es kommen Zuschauer auch Menschen in zivil.

Reichskommissar Lohse und Jeckeln selbst besuchen die Mordstätte. Zwischen 17 und 19 Uhr hört das Töten auf. Die Zahl die sie an diesem Tag vernichteten liegt bei 15 000. Eine Woche später kommt der zweite Teil des Lagers die Verbleibenden werden getötet. Im Bericht NR 155 der Einsatzgruppe A vom 14 Januar 1942 „Die Zahl der in Riga ver — bliebenen Juden  29 500 – wurde von einem höheren SS-und Polizeiführer Ostland durchgeführt Aktion auf 2500 verringert“

Kranke und Schwache wurden bei der nächsten Massenexekution mit Bussen zur Hinrichtungsstelle gebracht. Die Legende von DUBNOV besagt ein Historiker der wie man
nicht genau weiss ermordet wurde, hatte angeblich am Weg zu seiner Hinrichtung laut gerufen : „LEUTE VERGESST NICHT, SPRECHT HIER VON, LEUTE, zeichnet alles auf „

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§ 13 NOVEMBER

Juden müssen alle ihre elektrischen Geräte offiziell anmelden. Am selben Tag müssen
sie Schreibmaschinen, Fahrräder, Kameras und Ferngläser abgeben.

An diesen Tag fällt erneut ein schwerer Schlag gegen Nazideutschland Roosevelt verkündete nach drei Angriffen deutscher U Boote auf Amerikanischer Schiffe, dass er davon Kenntnis habe dass Hitler alle Religionen abschaffen wolle und dass er selbst in Besitz von Karten sei ,welche bewiesen dass Hitler Südamerika in fünf von den deutschen kontrollierte Staaten aufteilen wolle .Dieser taktische Versuch Roosevelts um eine amerikanische Einheitsfront gegen Nazideutschland zu kreieren sollte seine Wirkung nicht verfehlen. Mit dem Appell an die tiefen religiösen Gefühle seiner Landsleute ,und dem Hinweis dass wenn Hitler weiter siegreich an der Macht bleiben sollte eine Invasion in Südamerika, in den Vorhof der USA möglich wäre, sollte Roosevelts Taktik Wirkung zeigen. Am 13 Nov  hob der Kongress das Neutralitätsgesetz der USA auf, womit Roosevelt ganz neue Möglichkeiten zu Verfügung standen Großbritannien und die Sowjets zu unterstützen,im Ernstfall nun auch der Kriegseintritt

§ – 14 NOVEMBER

JUDEN dürfen keine Bücher mehr verkaufen

EREIGNISMELDUNG UDSSR NR 113 .(Arthur NEBE) gibt eine Gesamtzahl der Tötungen
bis zu jenem Datum von 45 467 Menschen an

15 NOVEMBER

Himmler trifft sich mit Rosenberg in Prag

§ – 25 November

Elfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz – Hitler entscheidet sich nachdem es immer wieder zu Schwierigkeiten in Fragen der deutschen Staatsbürgerschaft und
den verbliebenen Sachwerten deportierter jüdischer Menschen kam, Juden mit Wohnsitz außerhalb des deutschen Reiches, die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen
und ihr gesamtes Vermögen dem deutschen Staat zu überantworten. Diese Verordnung sollte einen Schlussstrich in dem Streit zwischen Reichsfinanzministerium und
RSHA setzen. Die arisierten Werte auf die das RSHA bzw SS gerne Anspruch erhob,und sie als Ausgleich für ihre „Aktionen“ betrachtete geriet immer wieder in Konflikt mit dem
Finanzministerium daß auf seine Anteile oder sein Vorrecht in diesen Fragen beharrte. Hatte man die jüdischen Menschen jahrelang erpresst, bedroht, ermordet um an ihr Vermögen zu gelangen, ohne gesetzliche Grundlage, erhob man nun die Enteignung durch juristische Spitzfindigkeit zum Gesetz. Man deportierte einfach die jüdischen Menschen. Sobald diese das Reichsgebiet verlassen hatten, erklärte man sie für „staatenlos“, und behielt ihr Vermögen als Staatseigentum zurück.

Im Eichmannprozess 1961 in Jerusalem definierte Eichmanns Anwalt diese Verordnung folgendermaßen Dr. Servatius: „Ich möchte noch hinweisen auf die Seite 7 bezüglich der Vermögensfragen. Es heisst, dort ergreift der Finanzminister das Wort und schlägt vor, dass man nicht die Einziehung des Vermögens der Juden verfügen solle, da das viel zu viel Arbeit mache, sondern Verfallserklärung vorzusehen, falls jemand die Staatsangehörigkeit verliert, und die Auswirkung sieht man dann in der Verordnung, in dem Entwurf hier der Verordnung selbst. Man muss dazu den §1 des Entwurfs einmal zur Hand nehmen. Es ergibt sich dann folgendes: man verliert die Staatsangehörigkeit als Jude, wenn man seinen Aufenthalt im Ausland hat oder dahin verlegt. Das wird später so, man verlegt ihn auch, wenn man mit Gewalt über die Grenze geschoben wird. Und dann ergibt sich der juristische Trick, möchte ich sagen, aus dem Absatz 2, dann heisst es dort, das Vermögen der Juden, die auf Grund des §soundso die Staatsangehörigkeit verloren haben, verfällt kraft dieser Verordnung dem Reich, sofern es nicht schon vorher verfallen ist. So ging es denn auch den Franzosen, sobald sie über die französische Grenze herübertransportiert waren, trat der ähnliche Fall ein.“

27 NOVEMBER

An Polizeirevier Mauthausen :

Im Konzentrationslager Mauthausen werden auf der Arbeitsstätte im Wienergraben wiederholt Menschen erschossen, von denen die schlecht getroffen noch längere Zeit leben und so neben den Toten noch Stunden liegen bleiben .Mein Anwesen liegt auf einer Anhöhe nebst dem Wienergraben, und man ist oft ungewollt Zeuge von solchen Untaten. Ich bin ohnehin kränklich und solches Ansehen nimmt meine Nerven derart in Anspruch, dass ich dies nicht auf die Dauer ertragen kann .Ich bitte um Veranlassung, dass solche unmenschlichen Handlungen unterbleiben bzw dort gemacht werden, wo man es nicht sieht „

§ 4 DEZEMBER

Seit Oktober wurden vermehrt Erlässe und Strafrechtsordnungen über den rechtlichen Status von Polen und Juden innerhalb des Reiches diskutiert(siehe Arbeitsgesetzgebung 4 Nov).Auch der rechtliche Status jüdischer Arbeiter wurde erörtert. Fast jeder Verstoß wird ab nun mit dem Tode bestraft das Gesetz dazu
wurde am 4 Dezember unterzeichnet.

CHELMNO – ERSTES VERNICHTUNGSZENTRUM

Ab dem 6 Dezember sind die Gaswagen in Chelmno bereit diesen „Zuständen“ in Lodz ein Ende zu bereiten. Rumkowski hat nun die Aufgabe für die Deutschen 20 000 Juden
zum weiteren „Arbeitseinsatz“ außerhalb des Ghettos bereit zu stellen. Auf Anweisung der Nazideutschen wird der Briefverkehr des Ghettos mit der Außenwelt eingestellt. Die Zahl der jüdischen Menschen innerhalb des Ghettos wird auf etwa 10 000 minimiert. Vor der Deportation hält Rumkowski eine Rede im Haus der Kultur, er will die Menschen beschwichtigen denn Gerüchte hatten sich schnell innerhalb des Ghettos verbreitet, in der er meint noch weitere Juden ins Ghetto aufnehmen zu wollen. Dazu müsse das Gelände des Ghettos fertig abgeschlossen werden, und am Ende seiner Rede „Denkt daran dass im Mittelpunkt aller meiner Vorhaben das Bestreben steht, daß ehrlichen Menschen ,die guten Willens sind, wird nichts böses geschehen.“

Diese Bereitstellung von Arbeitern für die „Erweiterung“ des Ghettos ist eine Falle. Rumkowski weiss nicht wie er die Situation erklären soll ,hat von den
Deutschen den Auftrag die ersten Juden bereitzustellen, für den Abtransport in ein neues „Lager“ .In diesem Sinne wirken seine Worte äußerst zynisch wenn er
meint „jene die Willens sind würde nichts geschehen“. Mit Chelmno der „Mutter“ aller Vernichtungslager der kommenden „Aktion Reinhardt“ nimmt der
gezielte technisierte Massenmord seinen Lauf.

Chelmno das zuerst vom „Sonderkommando Lange“ geführt wurde war für den District Warthegau bestimmt und war in erster Linie für das Ghetto Lodz (Lietzmannstadt) gedacht. Mit Gauleiter Greisers Einverständnis hatte Himmler Lodz und das Ghetto Minsk dazu auserkoren die „grosse Deportationswelle“ aus den Reichsgebieten auf zu nehmen. Daher ist es kein Zufall, dass man Chelmno als Vernichtungszentrum auserkoren hat welches nicht weit von Lodz gelegen ist. Chelmno war kein fest angelegtes Lager sondern wie eine grössere Basisstation für mobile Lastwägen angelegt, in deren Anhängern oder Lastwagen – aufbauten die Menschen getötet wurden und die Leichen so gleich ohne weitere „Ladetätigkeit“ in die nahe gelegenen Wälder transportiert werden konnnten um dort von jüdischen Häftlingen in zuvor ausgehobenen Gruben verscharrt werden konnten.
Es ist der Auftakt zu der grossen selektiven Vernichtungsmaschinerie der National – sozialisten und wirkt vorerst wie eine „Versuchsreihe“ in der man schnell erkannt hatte, dass die Kapazitäten solch einer Anlage wie in Chelmno den grossen Vorhaben und vorallem der Geiheimhaltung der Nazis nicht genügen. Schnell erkennen die Ortsansässigen das vernichtende Treiben, und schon bald erreichen die ersten Gerüchte die umliegenden Ghettos. Deshalb begannen sich die Nazimörder neue Möglichkeiten zu überlegen. Die Vernichtungslager die man ab nun plant und umsetzt liegen alle weiter ab von Ortschaften und sind besser getarnt. Auch benutzt man keine Lastkraftwagen mehr und verschiedene Waldgebiete, sondern installiert innerhalb der Lager fixe Gaskammern. Gleich neben diesen legt man Massengräber an,  gut versteckt innerhalb von Arealen die durch groß angelegte Schutzzonen rund um das Lagergebiet vor fremden Einblicken abgeschirmt sind. Da man aber nur begrenzt Platz hat in einem begrenzten Lager sind die Mssengräber neben Seuchengefahr schon bald ein Problem für die Nazimörder. Daher begann man die Leichen ab 1942 zu verbrennen. Dies ist der Grund warum dieses Geschehen auch in den neuen Lagern nicht geheim gehalten werden konnte. Der Gestank  wurde durch den Wind oft Kilometerweit in die umliegenden Ortschaften getragen.

8 DEZEMBER

Jetzt kommen im Schloss (Chelmno) die ersten Transporte zur Vergasung an. Es sind Juden aus KOLO, Dabie, Klodawa, und anderen Dörfern. Die Menschen müssen sich zur
„Desinfektion“ ausziehen. Dann werden sie in einen Keller geführt, durch einen Gang und zu einer hölzernen Rampe. Sie stehen nun in einem dunklen Raum. Tatsächlich
sind sie in einen Lastwagenaufbau und werden eingeschlossen. Zuerst sind es Lastwägen aus dem T4 Programm der Euthanasie, man braucht noch Flaschen mit
Kohlenmonoxid, doch das sollte sich einige Wochen später ändern. Man bekommt neue Lastwägen deren Abgase direkt in das Wageninnere geleitet werden konnten.

Heinz May der Forstmeister in einem dieser Gebiet in der Gegend (Kolo)um Chelmno, berichtet als er mit dem Kreisleiter Becht im Wald Chelmnos unterwegs war, deutete sein Begleiter auf Jagen 77 und erklärte zynisch „Die Bäume würden bald besser wachsen … Juden geben guten Dünger“.

In den folgenden Wochen meint May, sah er vermehrt Fremde im Wald . Es gab dort einen etwa vier Meter lang und vier Meter hohen Lastwagen, mit einem eisernen
Riegel und einem Vorhängeschloss. An der Rückseite, wurde von einem anderen Lastwagen aus einem Graben gezogen und ringsum stand eine Gruppe Polizisten.
„Von dem Lastwagen und von den Männern ging ein eigenartiger Geruch aus“. May und sein Sohn die aus sichere Entfernung die Szenen beobachteten, wurden von den Nazis schlussendlich verjagt.

May will wissen was hier vor sich geht und redet mit Forstmeister Stagemeier über diese seltsamen Vorgänge. Stagemeier meinte das eine große Anzahl an
Militärpolizei (SD wahrscheinlich)in Chelmno stationiert wurden. Das Schloss am westlichen Rand Chelmnos wurde mit einem hohen Holzzaun umgeben. Der Eingang ist
schwer bewacht. Am Rückweg fuhr May an dem Schloss vorbei, wo er das zuvor beschriebene sah. May berichtet: “ Es gab in Chelmno viele Reihen Lastwagen, die
provisorisch abgedeckt waren. Frauen Männer, selbst Kinder waren in diesen Lastwagen gepfercht worden ,  …. Während der kurzen Zeit, in der ich dort war, sah ich wie der erste Lastwagen an den Holzzaun heranfuhr. Die Wachen öffneten die Tore. Der Lastwagen verschwand auf dem Schlosshof und gleich darauf kam ein
anderer geschlossener Lastwagen aus dem Hof heraus und fuhr in Richtung Wald. Und dann schlossen beide Wachen die Tore. Es bestand nicht mehr der geringste
Zweifel, daß sich dort schreckliche Dinge abspielten, Dinge, die es nie zuvor in
der Menschheitsgeschichte gegeben hatte „.

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Das Gelände des Vernichtungsstandortes Chelmno heute,

die Nazis suchten ihre Spuren gründlich zu verwischen

Die mögliche Tötungskapazität liegt bei 1000 Menschen täglich. Oft überleben Babys, da die Mütter sie mit Decken vor den Abgasen schützen, diesen Babys wurde dann der Kopf
eingeschlagen, berichtet ein Augenzeuge ein jüdischer Mann der Gruben für die Leichen ausheben musste. Es kommt auch zu Erschießungen wie in den Orten Dabie, Izbica, Kujawska, Klodawa, und anderen Städten .

Sofia Szalek die als elf jährige nur wenige Meter neben dem „Schloss“ lebte berichtet:

„Sie wurden fürchterlich geschlagen. Es war Winter, als sie ankamen, sie hatten Holzschuhe an … Hier zogen sie sich dann aus. Es gab einen riesigen Haufen mit
diesen Kleidern …. Diejenigen, die schon ausgezogen waren, wurden in den Lastwagen gepfercht. Was war das für ein Schrein. Wie entsetzlich sie geschrien haben … es war unmöglich zu ertragen. Einmal waren Kinder dabei und die Kinder schrien. Meine Mutter konnte es hören, sie sagte die Kinder hätten gerufen „Mami, Mami, Mami, hilf mir !“.–  Nachdem die jüdischen Menschen im Schloss vergast wurden fuhren die Wagen in einen ungefähr drei Kilometer entfernten Wald. Rzuchowski „….Als ich sie davonfahren sah ,habe ich gedacht, da fährt die Hölle! …..Ich habe neben der Straße die Kühe gehütet natürlich hab ich sie gesehen !“

„……SOGENANNTE KASTENWÄGEN……….“

Im Wald wurden die Lastwägen von Juden entladen, die auch die Leichen in Gruben legte und verscharrten. Alle paar Wochen wurden auch sie ermordet. Man hatte aber
nicht bedacht, wie  auch in Auschwitz, dass im Sommer die Leichen zu gären beginnen würden und der Geruch unerträglich wurde. Szalek wohnt mit einen der SS Männern zusammen, er wurde bei ihnen einquartiert, so erzählt sie: „……Er war bei in unserem Haus einquartiert, und er rief mich immer zu sich und sagte : Putz mir die Schuhe !Und dann fragte er immer -Stinkt es?- Und ich sagte ja Der Gestank war penetrant. Die Leichen verwesten. Es stank ganz entsetzlich. Sie hatten die Leichen in flachen Gruben begraben, doch dann wurde es warm und die Leichen begannen zu gären.“

Kurt Möbius einer dieser Soldaten kam später wegen Kriegsverbrechen vor Gericht. Die Aussage die er 1961 in Aachen machte ist typisch und klingt wie das ewige
Stereotyp aller Mordschergen, als ob man Massenmord und Massenvernichtung rechtfertigen könnte meinte er : „Hauptsturmführer Lange hatte uns gesagt ,daß die Befehle der Vernichtung der Juden von Hitler und Himmler kamen. Und wir waren als Polizeibeamte so gedrillt daß wir alle Befehle der Staatsführung als rechtmäßig ansahen. Damals glaubte ich, dass die Juden nicht unschuldig, sondern schuldig waren. Das hat uns die Propaganda doch immer wieder eingebläut daß alle Juden Verbrecher und Untermenschen sind und das sie Schuld waren an Deutschlands Niedergang nach dem ersten Weltkrieg.“

Im März sollte Lange in das neue Vernichtungslager Sobibor kommen und Bothmann aus Langes Kommando sollte die Leitung Chelmnos bekommen. Dieses Lager wenn man es einer Zeitabfolge zugrunde legt könnte eigentlich als das Versuchslager oder „Mutterlager“ der „Aktion Reinhardt“ begriffen werden. Das Schloss wurde im März 1943 gesprengt, zur selben Zeit als die Lager der Aktion Reinhardt stillgelegt wurden. Die Zahlen der getöteten Menschen beliefen sich auf mindestens 152 000. Auf Grund seiner kriegswirtschaftlichen Produktion sollte das Ghetto Lodz (außer dem Propaganda Ghetto Theresienstadt ) das letzte aller Ghettos auf den von deutsche noch besetzten europäischen Gebiet erst Juni/Juli 1944 geräumt werden. Im Zuge dieser Liquidierung des Ghettos im Warthegau sollte das „Sonderkommando“ für kurze Zeit (3 Wochen) die Vergasungen in Chelmno wieder aufnehmen. Chelmno erstes Vernichtungslager auf europäischen Gebiet.

AUSCHWITZ

Nachdem Himmler wahrscheinlich schon im Frühjahr den Ausbau des Lagers befohlen hatte kommen nun die ersten russischen Gefangegnen zum Ausbau des Lagers II
Birkenau an. Man bereitet Auschwitz systematisch auf seine zukünftigen Pläne vor, die gezielte Vernichtung von Hundert Tausenden Menschen. Diese Vernichtung wird
schon kurz darauf auf der Wannseekonferenz am 20 Jänner 42 seinen Segen auch von politischer Ebene bekommen ,man wird sich in netter Atmosphäre wie Eichmann der
Protokollführer es später beschreibt, mit politischen Funktionären der Partei zusammensetzen um nicht nur die Zuständigkeiten sondern auch die genaue
Durchführung zu klären und zu erörtern. Inzwischen bauen russische Gefangene das Lager II und bereiten Praktisch vor was später als das eigentliche Synonym für
das Wort Endlösung ,begriffen werden wird ,nämlich die industrielle Vernichtung ganzer Volksgruppen.

Kasimir Smolen berichtet „Es schneite bereits es war ungewöhnlich das im Oktober schon Schnee fiel , … und sie wurden ungefähr 3 Kilometer vom Lager entfernt aus den Züge ausgeladen. Sie mussten alles ausziehen und in Fässer voller Desinfektionsmittel steigen,und dann marschierten sie nackt nach Auschwitz. Fast alle waren vollkommen ausgemergelt.“ Sie waren die ersten die eine Nummer eintätowiert bekommen hatten Wahrscheinlich wurde die Tätowierung auf Grund der besseren Identifikation eingeführt da Marken leicht vertauscht oder verloren gehen konnten..Auschwitz war das einzige Lager dass seinen Gefangegnen mit Tätowierungen kennzeichnete .

Anfangs wurden die Nummern nicht auf den Arm tätowiert, sondern mit spitzen Nadeln auf die Brust eingestanzt. Die Wunde wurde dann mit Tinte gefüllt. Man muss
sich einen Stempel vorstellen der auf die Brust mit einiger Wucht aufgedrückt wird. Auschwitz ist das einzige Lager der Nationalsozialisten in dem man
die Gefangenennummer eintätowierte .

In Birkenau war die Sterberate von Anfang enorm ,der kalte Winter und die harte Arbeit, führten dazu dass im Frühjahr 42 nur mehr einige hundert der Russen übrig
waren. Stenkin war als einer der ersten nach Auschwitz gekommen nach seinen Angaben lag die durchschnittliche Lebenszeit eines Sowjetsoldaten, in Birkenau zu Beginn, bei ca zwei Wochen. Dies wird auch von unabhängigen Studien über russische Kriegsgefangene allgemein berichtet. In diesen arbeiten, wird an manchen Stellen von einem eigenen Völkermord gesprochen Von den 5,7 Millionen Kriegsgefangenen starben in deutscher Gefangenschaft etwa 3,3 Millionen sowjetische Soldaten, das ist eine Todesrate von 58%, dass heißt das mehr als jeder zweite sowjetische Soldat in deutscher Gefangenschaft starb . Ein anderer Überlebender Pawel Stenkin berichtete:„… wenn du etwas zu essen fandest ,musstest du es herunter schlucken. Rohe Kartoffeln odernicht …egal.“

Morgens beim Aufstehen bewegten sich die, die noch lebten, und um sie herum lagen zwei oder drei Tote. Du gehst ins Bett und du lebst, und morgens bist du tot. Tod, Tod, Tod, Tod, abends, Tod morgens, Tod Nachmittags. Die ganze Zeit
Tod.“.

Die hohen Todesraten nicht nur in den Konzentrationslagern sondern auch in den Kriegsgefangenenlagern brachte ein neues Problem der Deklaration, wie konnte man
es darstellen dass dermaßen viele Menschen starben so erfanden die Nationalsozialisten Krankheiten, oder deklarierten die Todesfälle als einfache Herzinfarkte. Dieses Problem des „deklarierens“ der Opfer des Ns Staates, wurde nur in einem Fall und zwar in der Euthanasie ein wirkliches Problem für die Ns Mörder, die sogar zur Einstellung der Tötungen von körperlich oder geistig behinderten führte Die Menschen die in behinderten Heimen lebten, waren lange von ihren Verwandten besucht worden, auch behinderte die auf Grund von Anordnungen des Staates Vernichtungsheimen übergeben werden mussten, waren oft Jahre von ihren Verwandten gepflegt worden und so wussten die Angehörigen genau über den Gesundheitszustand ihrer Pfleglinge bescheid. Es war also klar für die Angehörigen wenn nach Monaten plötzlich ein Brief aus einem Pflegeheim kam dass der „Patient an einem „Herzanfall“ gestorben sei, etwas nicht stimmen konnte. Viele Familien stellte Nachforschungen an und als bekannt wurde was in den Heimen wirklich geschah musste auf massiven Druck der Kirche und der Bevölkerung aber auch Teilen der Partei das Euthanasieprogramm eingestellt werden.

DIE WINTERKRISE

Die Winterkrise des Jahres 41/42 stellt die Nazidiktatur vor Grundlegende Probleme der rüstungswirtschaftlichen Prioritäten, der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmittel,die Versorgung der Truppen mit Nahrungsmittel und Nachschub und schließlich nach der ersten Offensivbewegungen der Sowjetischen Truppen seit 5 Dezember die den deutschen unglaubliche Verluste beibrachten nun auch mit Soldaten. Die Getreideernten 1940/41 lagen im Reich weit unter dem Durchschnitt und die erhofften Nahrungsmittel aus Polen und der Ukraine bleiben auf Grund der Militärischen Situation weiter unmöglich. Die Getreidebestände Nazideutschlands sind fast aufgebraucht ,die Rüstungsindustrie leidet unter latenten Mangel an Rohstoffen insbesondere Kohle was sich wieder verheerend auf die Rüstungsbestrebungen der Stahlindustrie auswirkt ,Öl dessen primäre Notwendigkeit überall gegeben ist und sogar dazu geführt hatte dass die Ausbildung der Lastkraftfahrer auf 300 Kilometer reduziert wurde was wieder zu Folge hatte das auf Grund fehlender Praxis der Fahrer enorme Ausfälle an der Front entstanden Die fehlende Infrastruktur an Schienen und die unpassierbar gewordenen Nachschubwege ,der Mangel an Kraftfahrern, an Öl, Soldaten, Nahrungsmittel, Ausrüstung, führte dazu dass die Kampfkraft der deutschen Wehrmacht nie mehr als dreiviertel ihrer vollen Stärke betragen hatte .Mit einbrechen des unerwartet harten Winters vergraben sich die Soldaten in ihren Schützengräben während die Sowjets gut vorbereitet in die Offensive gehen.

Der Krieg gegen Amerika macht es nun erforderlich den Ostfeldzug so schnell wie möglich zu beenden, um sich einer neu zu erwartenden Front im Westen spätestens
bis Mitte – Ende 42 so glaubten die Naziführer zu rüsten. Dies erfordert eine grundlegend neue Beurteilung der Rüstungsvorgaben, und Rüstungsprioritäten die der Amerikanischen Wirtschaftsmacht alles entgegen setzen musste was noch zu mobilisieren war. Dazu kommt das Problem des Arbeitskräftemangels auf Grund des
Krieges. Doch Fritz Sauckel der zu diesem Zweck 42 neu ernannte Bevollmächtigte für den Arbeitseinsatz wird das größte Zwangsarbeiterprogramm der Geschichte
mobilisieren und seinem Führer die nötigen Arbeiter liefern er wird die Zahl der 400 000 schon im Reich versklavten russischen Kriegsgefangenen von November 41
bis Ende des Krieges auf unglaubliche 1,95 Millionen Kriegsgefangene erweitern wobei nicht einmal die hälfte den Krieg überleben sollten. Dazu kamen im selben
Zeitraum ca 2,775 Millionen russische ZIVILISTEN ins Reich die man zur Zwangsarbeit bis Ende 45 „verpflichtete“ von denen 170 000 ihren Arbeitseinsatz im Reich nicht überlebten. Dazu kamen noch Polen, Franzosen, Holländer, Belgier, nach 1943 auch Italiener aus allen Einflussgebieten der Nazis erstreckten sich schlussendlich die Rekrutierung der Zwangsarbeiter. Insgesamt von Sauckels beginnenden Wirken(März 42) bis Herbst 44 an dem man den Höchststand an Zwangsarbeitern erreichte wurde die bizarre Zahl von 7,907 Millionen Menschen für das Reich als Sklaven eingesetzt . Die heutigen Schätzungen gehen davon aus dass von diesen nicht jüdische Zwangsarbeitern den Nazis 2,4 Millionen durch ihren Zwangseinsatz zum Opfer fielen, rechnet man die Zahl der Jüdischen Zwangsarbeiter hinzu die dem Regime bis Kriegsende zum Opfer fielen dann erhöht sich die Zahl weiters um 2,4 Millionen und ergibt in Summe eine Sterbeziffer von 4,8 Millionen Menschen.

Für Hitler ist der Krieg zu einem militärischen Drahtseilakt geworden, der erwartete Blitzsieg der auf Grund der wirtschaftlichen Lage des europäischen Kontinents eine Grundvoraussetzung für alle zukünftigen Auseinandersetzungen im Westen darstellte war ausgeblieben. Japan traf auf Grund der militärischen Stärke der USA in Südostasien die unausweichliche Entscheidung einen Angriffskrieg gegen Amerika zu beginnen der am 7 Dezember auf Pearl Harbour eingeleitet wurde. Hitler war auf Grund des Dreimächtepaktes und der sich daraus ergebenden Beistandspflicht jedoch nicht gezwungen, Amerika den Krieg zu erklären. Die Beistandspflicht des Dreimächtepaktes wäre nur bei einem Angriff der Amerikaner auf Japan zwingend für Deutschland gewesen nicht jedoch im umgekehrten Fall. Da Hitler jedoch wusste dass der Konflikt mit der USA unausweichlich war, und er die Aus – einadersetzung Japans und der Vereinigten Staaten im Pazifik als einstweiligen taktischen Vorteil für das Großreich erkannte, erklärte er der USA überraschend auch für seinen Aussenminister Ribbentrop am 11 Dezember ebenfalls den Krieg.Ein weiterer Grund war seine Erkenntnis dass die Strategie der Amerianer darin bestand jeden seiner Gegner einzeln nieder zu kämpfen, gemeinsam mit Japan suchte man dies zu verhindern. Für Hitler ging hierbei eine lange Zeit aussenpolitischer Spannungen mit der neuen aufstrebenden Großmacht zu Ende, die Nazideutschland in seinen Handlungen lange Zeit in eine ihm gar nicht angenehme passive Rolle gezwängt hatte. Über Monate suchte Hitler einen Konflikt vorallem im Atlantik zu vermeiden, um den Giganten nicht vorzeitig in einen Krieg zu verwickeln. Von seinem Marineminister Raeder war Hitler zwar immer wieder zu einer Offensiveren Rolle der Marine gedrängt worden, doch Hiltler wollte in dieser Frage lange Zeit kein Risiko eingehen. Die letzten Monate hatte sich der baldige Eintritt der Usa in den Krieg abgezeichnet. Der Alptraum der Generalität und Hitlers selbst nämlich die Umklammerung Deutschlands durch die demokratischen Westmächte, und dem russischen Feind die Schlussendlich im ersten Weltkrieg schon den Untergang der Achsenmächte verursacht hatte war wieder eingetreten. Für Nazideutschland bedeutete dieser Umstand, den unbedingten militärischen Sieg über den Bolschewistischen „Todfeind“ im Osten um aus diesem globalen „Kessel“ gegen das Reich auszubrechen. Doch die Sowjets hatten in unglaublichen Programmen ihre Wirtschafts und Rüstungsbetriebe aus dem europäischen Teil des Landes hinter das Uralgebirge in Schutz gebracht, und wurden zusehends auch von den Amerianern mit riegsmaterial versorgt. Der einstige Plan Hitlers die wirtschaftlichen und kriegsnotwendigen Industrien und Rohstoffe Russlands, wie Öl, Nahrungsmittel,Kohle, zu erobern und dem wichtigsten Ziel Moskau militärisch zu unterwerfen war fehlgeschlagen. Man hatte weder Leningrad um den Norden des Landes, die Ostsee zu kontrollieren, noch Stalingrad und den ungehinderten Zugang in den Südkaukasus nach Baku dem wichtigen Erdölvorkommen, noch hatte man es geschafft Moskau in die Knie zu zwingen und Stalin aus seiner Residenz zu vertreiben. Die Grundlegenden Ziele des Feldzugs Barbarossa waren vorerst gescheitert.

Das Motiv welches die militärisch schwierige Situation rechtfertigen soll, ist nicht die unzureichende Stärkere und die fehlerhafte Angriff der zu hastig vorbereitet sich 1000 Kilometer weit in den russischen Raum erstreckt und sich 1000 Kilometer von der Ostsee im Norden bis ans schwarze Meer im Süden erstreckte und die größte Offensive der Weltgeschichte darstellt. In der die Nationalsozialisten „Schienen bauend“ diese unglaublichen Weiten überbrücken wollten um den Nachschub zu garantieren und das innerhalb weniger Monate, ohne ausreichende Rohstoffvorräte zu besitzen, und eine Armee ins Feld schickten deren 123 Divisionen mit rund 1 300 000 Mann nur 33 Divisionen motorisiert waren und der Rest diese Weiten zu Fuß auf Rädern oder Pferde-oder Ochsenkutschen überwinden mussten, ja in der man sich „Siegessicher“ selbst auf ausreichende Winterausrüstung verzichtete und die Armee sich auf Grund fehlender Nahrungsmittel auf Erlass Hitlers und Backes aus den eroberten Gebiete ernähren mussten.

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HIMMLER   HITLER   DEPORTATIONEN   ENDLÖSUNG DER JUDENFRAGE

SS / SD    GENERALSTABSPLAN OST   ALLE KATEGORIEN  KAPITEL 1941

DER BRUCH MIT DEM GENERALSTAB

Nein Schuld waren an diesem Debakel der Generalstab, nicht der größte Feldherr aller Zeiten das Universalgenie wie sich der Führer selbst gerne bezeichnete. Wenn man sich die Zahlen und Fakten der damaligen wirtschaftlichen Lage Nazideutschlands ansieht so ist es verwunderlich, dass man es wagte mit solchen Grundvoraussetzungen diese Offensive zu beginnen und es mehr von unkalkulierten Wahnsinn zeugte als von strategischen Wissen, von politischen Zwängen in die sich Nazideutschland in seiner Gier selbst gebracht hatte als von genialen Weitblick.

Schlussendlich hatte man nicht einmal grundlegende demografische Daten beachtet nämlich das einfache Verhältnis des Deutschen und Russischen Volkes. Erst nach den
unglaublichen Verlusten 1942/43 erkannte man auch diesen einfachen Fakt einer „Überlegenheit“ der Sowjetarmee als unterschätzte Tatsache, während man im Westen
Operation „Seelöwe“ den Feldzug gegen England einfach verschoben hatte und so das Tor für die alliierten Streitkräfte offen gelassen hatte. Diese Realitäten
beinhalteten die „Vorsehung“ die Hitler gerne zitierte jene mehr mystische als realistische Kraft die einen Endsieg Nazideutschlands bringen würde. Hitler der nach erbitterten Widerstand gegen seine eigene Generalität sich im Westfeldzug durchgesetzt hatte und sich als unumschränkt Wissender in allen militärischen Fragen als die Autorität und Feldherr sah, erkannte angesichts des Scheiterns des Blitzkrieges nur die Unfähigkeit der Generalität. Sein ohnehin zwiespältiges Verhältnis allen Militärs gegenüber auf dessen Eide sich aber seine Macht stützte vertiefte sich zusehends. Hitler musste mit der drohenden militärischen Niederlage auch mit dem Aufstand der Militärs gegen seine Person
als Führer rechnen wie es vor dem Westfeldzug schon gewesen war. Es blieb Hitler also nichts anderes übrig als selbst in die Offensive zu gehen alle Generäle als
unfähig zu entlarven (obwohl jene ihre Befehle nur in seinem Sinn ausgeführt hatten) und selbst das Oberkommando zu übernehmen. Hitler wechselte die Generäle
der Heeresgruppen und unterteilte sie neu. Der „Bluff“ funktionierte. Eingeschüchtert von der Person des Führers und dessen Schrei und Hasstiraden
gegen die höchsten Führer der Wehrmacht konnte Hitler seine Offensivpläne für das Frühjahr 1942 vorbereiten. Mit neuem Elan, neuen Generälen ergriff man nach
dem harten Winter 41/42 Anfang Februar die Offensive. Wie viele Generäle Hitler nach dem Krieg außergewöhnliche Fähigkeiten im offensiven Teil von Operationen
bezeugten, so waren sich alle über seine Einfallslosigkeit und Sturheit in Defensivfragen einig. Das Vertrauensverhältnis zu seinen engsten und höchsten
Wehrmachtsoffizieren sollte Hitler angesichts der Kriegssituation nie wieder fassen.Emde 1942 wird er endgültig mit ihnen brechen.

DAS TODESURTEIL

Die Judenfrage ist für Hitler ab nun entschieden, sie liegt nunmehr ausschließlich in den Händen der Exekutivkräften deren Handlungen keine legislative Grundlage
benötigen um ihr Werk für Führer, Gott und Vaterland zu „vollenden“. Jedoch ist man auch gewarnt vorallem was die Reichsjuden betrifft. in der Euthanasie, hatte es beträchtliche Schwierigkeiten für das Regime gegeben. Die Tötungen hatten beträchtlichen Widerstand im Volk, im Staatswesen und sogar innerhalb der eigenen Partei gebracht. Auch in diesem Sinn wird Hitler vorsichtig nichts soll die ohnehin angespannte Lage für das Volk noch schüren. Die Angst vor offenen Aufständen ist es, warum man die jüdischen Menschen nun aus dem Großreich und später aus Europa deportiert, sein Hass und die Ausweglosigkeit warum man sie vernichten wird. Um sich rechtlich jedoch abzusichern und diesen Prozess ohne bürokratische Hürden um zu setzen wird er sich im April 1942 noch einmal umfassende juristische Befugnisse bestätigen lassen. Gleichzeitig wird er auch versuchen seinen Terrorapparat weiter auszubauen-Einschüchterung durch radikale Abschreckung. Mit dem Eintritt der USA in den Krieg wird Hitler jedoch seine „Prophezeiung“ wahr werden lassen. Der neuerliche Weltkrieg bedeutet nun radikalstes Vorgehen gegen die in seinen Augen jüdische Weltverschwörung um den amerikanischen Präsidenten Roosevelt und Stalin. Hitler sieht nun aussenpolitisch auch keinen Grund mehr diese „jüdische Pest“ wie er es gerne betonte weiter zu „schonen“. Seine Untergeben wissen was nun zu tun ist, es ist ein seit lange diskutierter und vorbereiteter Prozess, der über die jüdischen Menschen nun hereinbricht Himmlers Mordmaschinerie hat im „Osten“ schon erprobt, was man 1942 auch für Europa umsetzen wird, die gezielte Vernichtung einer ganzen Volksgruppe, die Endlösung durch Vernichtung – SHOA. Doch Hitlers Zorn und sein unbedingter Wille die Judenfrage so schnell wie möglich zu einer Lösung zu bringen ist vorerst unmöglich. Während die Deportationen aus dem Großreich begonnen hatten, erklärte er zwar Sauckel und Todt als zwei mächtigen Wirtschaftsvertretern die Judenfrage sei kompromisslos und ausnahmslos auszurotten-, nun aber wird man erkennen dass vorallem die wirtschaftlichen Prioritäten einem neuen Verständnis gegenüber der Judenfrage bedarf. Die jüdischen Menschen sind vielfach, in die Rüstungsbestrebungen des Reiches eingebunden. Ersatzarbeiter stehen vorerst nicht bereit.Deshalb wir man die Kompromisslösung, vorerst beibehalten doch in größeren Rahmen forcieren.Tod durch Arbeit, und Vernichtung der nicht arbeitsfähigen jüdischen Menschen. Dies ist der Plan für 1942.- Der erste Schritt hierzu wird neben einer beginnenden Zentralisierung der Ghettos, weiterhin die Deportation grosser Teile der ansässigen jüdischen Menschen sein, um für die Deportationen aus dem Reich und dem europäischen Gebieten Platz zu schaffen. Hierbei treten vorallem zwei Gebiete vorerst in den Mittelpunkt der Deportationen Lublin welches als Stützpunkt zur Besiedelung des Ostens unter Himmlers Einfluss stand und der Ditrict Galizien nach Oberschlesien unter die Aufsicht des Polizeipräsidenten Schmelt dessen Arbeitslager „Schmeltlager“ ständig neue Zwangsarbeiter benötigten um die rieseigen industriellen Anlagen auch der IG Farben zu bauen. Die kaputtgerarbeiteten Menschen dieses Districts wurden dann nach Auschwitz gebracht um sie in den Gaskammern zu töten. Das Generalgouvernement selbst (bis auf den District Lublin) unter Franks Leitung blieb jedoch weiterhion von Deportationen verschont, doch auch dies sollte sich im Früjahr 1942 ändern.

11 DEZEMBER
Hitler erklärt den USA den Krieg

Hitlers verfinsterter Blick bei der Kriegserklärung gegen die USA, auch die „grundsätzliche“ Vernichtung der jüdischen Menschen legitimiert sich nun politisch für ihn.

12 DEZEMBER
Auch in einer Rede vor seinen Parteigenossen ,erwähnt Hitler die Vernichtung der Juden als nunmehr verwirklichte Prophezeiung wie man aus Göbbels Tagebuch und Franks Rede am 16 herauslesen kann.

13 DEZEMBER

Goebbels Tagebuch:

„Bezüglich der Judenfrage ist der Führer entschlossen endlich reinen Tisch zu machen Er hat den Juden Prophezeit, daß, wenn sie noch einmal einen Weltkrieg herbeiführen würden, sie dabei ihre Vernichtung erleben würden.  Das war keine Phrase gewesen. Der Weltkrieg ist da, die Vernichtung der Juden muss die notwendige Folge sein. Diese Frage ist ohne jede Sentimentalität zu betrachten. Wir sind nicht dazu da, Mitleid mit den Juden ,sondern nur Mitleid mit unserem deutschen Volk zu haben. Wenn das deutsche Volk jetzt wieder im
Ostfeldzug an die 160 000 Tote geopfert hat, so werden die Urheber dieser blutigen Konflikte dafür mit ihrem Leben bezahlen müssen.“

14 DEZEMBER

Himmler trifft den für die Euthanasie maßgeblich verantwortlichen Viktor Brack um die genaueren Möglichkeiten der Tötung der europäischen Juden zu besprechen,wobei überliefert ist dass Himmler vorallem die Geheimhaltung mit folgenden Worten angesprochen haben dürfte: dass man schon aus Gründen der Tarnung so schnell wie möglich arbeiten müsse… Himmler hatte sich schon Anfang Herbst mit den Euthanasieverantwortlichen getroffen,diese erneute Treffen zeugt von den neuen „Prioritäten“ die sich aus der neuen Situation ergeben. Dieser eine überlieferte Satz Himmlers birgt ein zentrales Element, um dass es nun im Fall der Endlösung geht … so schnell wie möglich …ist der betreffende Hinweis auf die Masse an zu tötenden Menschen. Dies ist ein weiteres klares Zeugnis, dass hier um „Kapazitäten“ geht ,die weitgehende Vernichtung der jüdischen Menschen nun auch des europäischen Kontinents.

16 DEZEMBER

Hans Frank

Auf die Rede Hitlers vor seinen Gauleitern und Reichsführern am 12 Dezember antwortet Frank in einer Rede am 16 Dezember in Krakau zur letzten Tagung der Regierungssitzung erneut:

Man habe ihm in Berlin gesagt :

„Wir können auch mit ihnen nichts anfangen, liquidiert sie selber .“

„….Mit den Juden das will ich ihnen ganz offen sagen-muss so oder so Schluss gemacht werden. Mitleid wollen wir grundsätzlich nur mit dem deutschen Volke
haben, sonst mit niemanden auf der Welt. Die anderen haben auch kein Mitleid mit uns Ich muss auch als alter Nationalsozialist sagen: Wenn die Judensippschaft
den Krieg überleben würde, wir aber unser bestes Blut für die Erhaltung Europas geopfert hätten,dann würde dieser Krieg doch nur einen Teilerfolg darstellen. Ich werde den Juden gegenüber Grundsätzlich von der Erwartung ausgehen, daß sie verschwinden .Sie müssen weg. Meine Herren, ich muss sie bitten, gegen alle Mitleidserwägungen zu wappnen: Wir müssen die Juden vernichten, wo immer wir sie treffen und wo es irgend möglich ist, um das Gesamtgefüge des Reiches aufrecht zu erhalten. Die Juden sind auch für uns außergewöhnlich schädliche Fresser. Die 3.5 Millionen Juden können wir nicht erschießen, wir können sie nicht verjpgten, werden aber doch Eingriffe vornehmen können, die irgendwie zu einem
Vernichtungserfolg führen, und zwar im Zusammenhang mit dem vom Reich her zu besprechenden großen Maßnahmen .Das Generalgouvernement muss genau so Judenfrei
werden, wie das Reich ist.“

Dies gibt uns vorallem einen Hinweis, Frank offenbart hier unverblühmt das Wort „vergiften“, es ist hier ein Hinweis dass man nach Franks letzten Kenntnissen die Möglichkeit einer Massenvernichtung durch Gas noch undurchführbar hält. Die Vergasungsanlagen werden jedoch schon bald durch Himmlers Euthanasiespezialisten und Ingenieure geplant und umgesetzt werden.

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18 DEZEMBER

Hitler gibt den Partisanenbefehl aus, der es den Mordschergen nun erlaubt,die Erschießungen jüdischer Menschen unter dem Deckmantel der „Partsanenbekämpfung“
durchzuführen Dieser Befehl gibt Himmler nun eine neue Möglichkeit die Tötungen voranzutreiben, da man nun nicht mehr im Schatten der Frontlinie unter enormen
Zeitdruck die Tötungen verrichten musste. Mit diesem Befehl erhalten die Mordkommandos die offizielle Möglichkeit ihren Verbrechen den Deckmantel einer
militärischen Notwendigkeit überstülpen. Stalin hatte seine Volk dazu aufgerufen überall nur erdenklichen Widerstand zu leisten Das Partisanenproblem ist für die nationalsozialistische Militärmaschinerie sicherlich ein ganz wesentlicher Problemfaktor, nichts desto trotz wird man unter dem Deckmantel der „Bandenbekämpfung“ Erschießungen durchführen deren Charakter „rassischen Säuberungen“ gleichen. Die Grundlegende Rechtfertigung dieses großen Weltanschauungskampfe wie Hitler es gerne formulierte sollte neben jene Radikalität auszeichnen mit der man im Osten, die Begrifflichkeit eines „Volkstumskampfes“ umzusetzen suchte Nicht nur die SS auch die Wehrmacht als offizieller Truppenteil des deutschen Reiches wird sich unweigerlich an Massentötungen beteiligen. Der Umstand dass Sowjetrussland nicht Mitglied der Haager Konvention war schien für die ideologisch verruchtesten Nationalsozialisten eine Möglichkeit zu bieten sich ihrerseits an keine Regel oder Norm militärischer
„Moral“ gebunden zu fühlen. Stalin selbst wird zu Beginn des Krieges versuchen eine Einigung mit Nazideutschland über Kriegsrechtliche Normen im Sinne der Haager Konvention zu erreichen, die von Nazideutschland jedoch unbeantwortet blieben.

am gleichen Tag

Himmlers notiert bei dem Treffen mit Hitler in seinem Dienstkalender „Judenfrage I als Partisanen auszurotten“

Dieser Befehl wird von Historikern und Publizisten heute unterschiedlich gewertet, während manche Fachkundige in diesem wenigen Zeilen nur eine rein militärische
Bestätigung eines Vorgangs sehen der zu dieser Zeit ohne hin schon praktiziert wurde und den Himmler von Hitler noch einmal bestätigt haben wollte . Gingen andere Historiker dazu über diesen Befehl Hitlers, auch als Grundsätzliche Willen die Juden zu töten zu interpretieren . Wahrscheinlich besitzen beide Interpretationen ihre Berechtigung .Seit Herbst ,stehen die Deutschen auch im sowjetischen Hinterland in einer schwierigen Situation mit dem ersten Aufkeimen, bewaffneten Widerstandes der Bevölkerung ein Partisanenkrieg kündigte sich an.In diesem Sinn hatte man schon zu Beginn des Feldzuges die jüdische bolschewistische Intelligenz zur Tötung freigegeben, später die jüdischen Menschen im Osten generell durch Massenexektionen vernichtet um keine „Rächer“ gross werden zu lassen, wie Himmler es in Posen noch erklären wird. Dies geschah zu einem Zeitpunkt als Hitler sich das erste mal bewusst geworden war dass der Feldzug Barbarossa möglicherweise nicht bis Ende des Jahres abgeschlossen sein würde und man sich so auf einen Krieg einstellen musste, der Monate bis Jahre andauern konnte.Mit der Deportation der europäischen Juden in den Osten, die eine klare Reaktion auf Amerika ist
stellt sich die Judenfrage im Osten erneut.Auch die jüdischen Menschen Europas betrachten die Nazis als „bolschewistische Gefahr“ ,es ist ein grundsätzliches Trauma
der Nationalsozialisten und des Ausgangs des ersten Weltkriegs.Mit Fortdauer des Krieges sehen die Nazis die Gefahr „bolschewistischer Aufstände“ vorallem im Grossreichsgebiet, mit der Deportation in den Osten die Gefahr dass sich im Osten Widerstandsbewegungen bilden könnten. Die Tatsache also dass man im Osten Partisanen schon seit Monaten tötete und daher auch die jüdischen Minderheiten „beseitigte“ musste von Hitler nicht legitimiert, bestätigt oder auch nur zur Kenntnis gebracht werden, da jene radikalen Befehle teilweise von ihm selbst formuliert worden waren. Die einzige Frage die zu dieser Zeit einer Erörterung bedurfte war die Frage der zu deportierenden europäischen Juden.
Als Rosenberg im Juli 1942 versuchte eine neuerliche Trennung oder eine Neudefinition des Begriffs „Ostjuden“ zu definieren, konnte Himmler ihm nur mitteilen dass die Judenfrage generell durch seine Person gelöst würde und solche Definitionen nicht zielführend seien,…ja man binde sich selbst nur die Hände . Mit den heutigen Beweismitteln deutet, also alles darauf hin, dass es niemlas einen Befehl oder generellen Plan zu einem Holocaust oder Shoa gegeben hat Begriffe die im Nachhinein geprägt wurden, und ein Geschehen zu beschreiben welches sich aus vielen Einzelsituationen und Differenzierungen, Eigeninitiativen langsam entwickelte Das Massenmorden aus politischen, militärischen ,wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen, hatte schlussendlich Mitte 1942 auch das „Westjudentum“ erreicht Was auch immer Himmler mit Hitler hier besprochen haben mag in welchem Kontext dieser Befehl getätigt wurde, dieser Satz ermächtigte oder bestätigte ihn die Judenfrage als Partisanenfrage zu betrachten und die jüdischen Menschen in diesem Sinne auch auszurotten.Eine andere rechtliche Möglichkeit die jüdischen Menschen einer Massenhaften Tötung zu übergeben, wäre auch nicht vorstellbar gewesen, es ist ein Deckmantel der Willkür,jedoch nicht die grundsätzliche Entscheidung der Vernichtung, die für Hitler und seine Mordschergen grundsätzlich niemals ausser Frage stand,jedoch auch nicht generell peplant war, sondern sich im Kontext der Zeitverhältnisse entwickelte. Die aus Mitteleuropa deportierte Meschen wird man längere Zeit bis in den Sommer 1942 nicht gezielt ermorden, um Platz zu schaffen jedoch schon radikal gegen die Ostjuden vorgehen. Die Situation sollte sich jedoch noch eimal radikalisieren 1942 wir der Massenmord neue Dimensionen annehmen.

19 DEZEMBER

Brauchitsch wird als Oberbefehlshaber entlassen Hitler übernimmt ab jetzt persönlich den Oberbefehl, des Ostfeldzuges „Barbarossa“

§ 27 DEZEMBER

Juden müssen unter Androhung der Todesstrafe, ihre Pelze, Ski und Skischuhe abgeben. Diese Verordnung gilt für das Reich und die besetzten Gebiete. Die
unzureichende Vorbereitung auf einen russischen Winter zollt nun Tribut. Zehntausende Deutsche Wehrmachtssoldaten werden den harten Winter nicht
überleben und erfrieren. Unter den harten Angriffen der Russen seit 5 Dezember überschreitet die Todesrate der Deutschen Soldaten  1942 die Millionengrenze.

31 DEZEMBER

Die Privatsekräterin Hitlers Christa Schröder berichtet über die Stimmung im Führerbunker Wolfschanze zu Silvester 1941. Es sind Auszüge aus einem Brief an eine Freundin :

… Zwischendurch war der Chef 3-Stunden in der Lagebesprechung, und die zur Gratulationstour angetretenen Herren verharrten in diesen Stunden mit schicksalsschwangeren Gesichtern und wagten nicht, das Gesicht zu einem Lächeln zu verziehen. Ich kann dir das gar nicht schildern, jedenfalls war es so, daß ich in meinem Bunker das heulende Elend kriegte und nochmal ins Kasino ging, wo ich auf ein paar wackere Jungens vom Begleitkommando stieß, die natürlich feststellten, daß ich geheult hatte. Worauf ich promt gleich nochmals anfing und sie mich mit Worten und Alkohol zu trösten versuchten,was ihnen denn auch gelang Dann sangen wir unentwegt das herzbewegende Lied „Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord….“ Da kann man sich noch so oft vornehmen nichts mehr zu trinken, aber bei diesem trostlosen Leben scheint es mir manchmal wirklich der einzige Ausweg, um die Depressionen zu überwinden. Christina Schröders Briefe und Aufzeichnungen beschreiben genau wie die Stimmung im Führerbunker seit Beginn des Feldzuges und der ersten schweren Rückschläge für Nazideutschland zusehends verfällt. Viele leiden unter schweren Depressionen, Exzessiver Alkoholgenuss wird so, der einzige Ausweg die schlechte Stimmung auszuhalten. Ein untrügliches Zeichen wie ernst die Nationalsozialisten die militärische Lage einschätzten.

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